Wenn die Angst die Überhand gewinnt

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Es hat mich nun sehr viel Überwindung gekostet, bzw kostet mich immer noch, diesen Beitrag zu schreiben. Denn irgendwie gleicht es einen Seelenstriptease. Ich verrate euch, wie es in mir aussieht und gehe damit das Risiko ein, dass ich wieder einmal belächelt werde oder sich sogar über mich amüsiert wird. Aber ich weiß auch, dass es da draußen Menschen geht, die es verstehen, denen es vielleicht ähnlich geht und auch welche, die es möglicherweise nicht wissen, aber verstehen wollen. Ich möchte Mut machen. Auch, wenn ich selbst Angst habe. Und deswegen schreibe ich diesen Beitrag.

Ich glaube nicht, dass ich nun meine ganze Vorgeschichte hier rein schreiben muss, denn damit wäre der Beitrag wirklich zu lang. Wahrscheinlich werde ich nach und nach mal was dazu schreiben, aber da ich daraus kein großes Thema machen möchte, werde ich das nicht versprechen und vieles davon ist auch zu privat. Ich gehe davon aus, dass ihr dafür Verständnis habt. 🙂

Viele verstehen aber nicht, warum ich überhaupt so bin, wie ich bin. Für viele ist es selbstverständlich, dass man nach einer Krise einfach wieder aufsteht und weiter macht. Immerhin ist es doch „Trend“, dass die Frau von heute stark und selbstbewusst und vor allem schön ist. Aber ich bin nichts von all dem.

Nach meinem Blog Beitrag, habe ich wenig Reaktionen bekommen, was auch okay ist. Manche schrieben mich auf WhatsApp an, manche auf Facebook. Allerdings waren das Menschen, von denen ich es am wenigsten erwartet habe.
Mit manchen hatte ich auch vorher schon drüber gesprochen. Ich sagte den Leuten, dass ich zusammengebrochen bin. Das wurde natürlich belächelt. Mich hat niemand für voll genommen. Als ich denen sagte, dass ich ins Krankenhaus muss, kam aber nichts mehr.
Mich kosten solche Offenbarungen jedes Mal jede Menge Kraft, denn es ist mir unangenehm. Mir ist es peinlich, zuzugeben, dass ich eben nicht stark genug bin, mit teilweise normale Dinge umzugehen oder halt zu gestehen, dass ich einfach krank bin. Psychisch krank. Es ist doch nichts schlimmes? Richtig. Ist es nicht. Aber ich kämpfe gegen diesen inneren Dämon bereits seit meiner Jugend und es wurde kaum reagiert. Natürlich war ich bereits in Therapien, Tagesklinik, Psychologen, etc, aber scheinbar nicht oft genug, denn ich schaffe es nicht, diese Ängste zu besiegen

Ich habe sehr oft nach Hilfe geschrien, aber ich war zu leise. Die Menschen um mich herum wollten es vielleicht auch nicht hören oder verstehen. Ich weiß es nicht. Der meist gehörte Spruch war jedoch: „Stell dich nicht so an“ oder: „Du brauchst einfach ein härteres Fell“. Ich glaubte diese Worte, also baute ich eine Mauer um mich herum auf, die dann allerdings irgendwann so hoch war, dass niemand mehr an mich ran kam. Auch nicht mein Mann oder meine Kinder. Ich war einfach zu. Und einsam.

Das Schlimmste an der ganzen Sache war und ist aber immer noch diese Angst. Die Angst vor dem Versagen. Sagt mir bitte nicht, dass Versagen normal ist, denn jeder versagt mal und niemand ist perfekt. Ja, das weiß ich. Ich bin durchaus fähig rational zu denken, aber irgendwas ist in mir drin, was mich einfach zu sehr blockiert. Das ist vor allem meine Angst vor Menschen! Und dies hat in den letzten Jahren so sehr zugenommen, dass ich mir damit selbst im Weg stand. Es ist die Angst, irgendetwas falsch zu machen und im direkten Umgang mit Menschen ausgelacht zu werden. Oder ist es vielleicht doch nur die Angst zu versagen? Oder ist es eine Kombination aus beidem? Ich weiß, dass mir nichts passieren kann. Ja genau, was soll schon passieren, wenn ich im Bus bin und mich jemand anguckt. Mir kann doch egal sein, was die Person über mich denkt. Klingt eigentlich plausibel. Es sollte mir auch egal sein, wenn ich auf meiner FB Seite einen Beitrag schreibe und mal wieder niemand reagiert. Das ist auf FB halt so. Und es sollte mich auch nicht stören, wenn ich im Wartezimmer sitze und dieses mal wieder überfüllt ist. Bei Ärzten ist so etwas normal und wahrscheinlich geht es vielen so. Außerdem kann es mir auch egal sein, wenn ich mich in WOW in einer Random Gruppe anmelde und versehentlich einen Fehler im Dungeon mache. Andere machen das auch und zwar ständig.
Das klingt alles so einfach. Aber nein, das ist es nicht. Oft ist es alleine der Gedanke, der mich dann schon wahnsinnig macht, bevor es überhaupt passiert ist. Also vermeide ich solche Situationen im Vorfeld. Das ist für mich Selbstschutz. Ich ziehe mich zurück und das, so gut es nur geht. Deswegen fahre ich nie alleine mit dem Bus. Gehe kaum zu Ärzten. Schreibe so gut wie nichts mehr auf meiner FB Seite und mache mich sogar im Online Spiel irgendwie zum Affen. Und niemand kann das verstehen. Also muss ich mich wieder erklären. Und wieder. Und wieder. Und wieder.
Und irgendwann frisst es dich auf. Es entsteht ein unheimlicher Druck in mir, der natürlich irgendwann irgendwie raus muss. Egal wie. Und sei es durch SSV. Selbstverständlich muss ich mich auch dann wieder erklären und kopfschüttelnde Gesichter ertragen. „Wie kann man nur so dumm sein?“

Aber nun soll es bergauf gehen. Ich hoffe es zumindest und sehe den bevorstehenden Klinkaufenthalt als eine Chance. Aber wie kam es eigentlich dazu? Denn immerhin habe ich mich doch jahrelang geweigert stationär behandelt zu werden …
Eigentlich war es eine ganz einfache und simple Sache. Angeknackst war ich ja sowieso schon, was den „Absturz“ möglicherweise vereinfacht hat.
Es begann im WOW (oh ja, ich liebe dieses Spiel und meine Hexe). Ich hatte meinen Buddy und wir machten viel gemeinsam. Gründeten sogar eine Gilde und anfangs lief auch alles gut. Aber eigentlich wusste ich von Anfang an, dass mir diese Person nicht gut tut. Immer setzte er mich irgendwie unter Druck „Du musst besser werden“. Ich will ihm keine Schuld zuweisen, denn er kannte meine Probleme nicht und die Community ist nun mal so. Dann dauerte es aber nicht lange, bis sich unsere Wege langsam trennten und ich stand mit der Gilde großteils alleine da. Bekam wohl neue Hilfe (die ich auch heute noch zu schätzen weiß! Danke an Tobi!), aber dennoch war ich maßlos überfordert. Wollte aber nicht versagen. Alles wurde neu aufgebaut und es ist nun mal so, dass verschiedene Arten von Menschen aufeinander treffen. Menschen, die evtl. auch nicht miteinander können. Für mich, als Gildenmeisterin war dies sehr schwer. Denn ich konnte niemanden aus dem Weg gehen. Nach einem stressigen Raid gab es ein großes Missverständnis und es folgte eine Meinungsverschiedenheit. Ich wollte mich nicht anschreien lassen und ließ meinen Frust ebenfalls raus. Das Mitglied verließ die Gilde und seine Frau (mit der ich jahrelang befreundet war) ebenfalls. Logisch, dass sie zu ihrem Mann hält. Doch daraufhin folgten Mobbing Aktionen, Lügen und Gerüchte und das alles öffentlich. Auf einmal musste ich mich vor der gesamten Gilde rechtfertigen. Das habe ich getan. Und danach die Gilde, samt Server verlassen. Ich blieb ein paar Tage für mich und habe das erst mal irgendwie mit mir selbst ausgemacht. Aber meine Seele war mal wieder angeknackst und es kamen Erinnerungen hoch, die ich lange verdrängt hatte. Denn ich war jahrelang Mobbing Opfer, was ich ebenfalls nie richtig verarbeitet habe.
Wenige Tage später unternahm ich wieder etwas mit dem besagten „Buddy“ und anstelle einfach nur zu quatschen, wie ich es gerne wollte, liefen wir M+. Und mir passierte ein Fehler – ich hab versehentlich den Boss gepullt, was in dem Fall nun eigentlich gar nicht so schlimm war. Von ihm folgte ein für mich harter und verletzender Spruch. Danach haute er ab und wollte lieber Playstation spielen.
Die Nacht darauf war nicht schön. Ich hatte einen Albtraum. Ich träumte von all den Menschen, mit denen ich in den letzten Jahren irgendwie zu tun hatte. Freunde, Bekannte, Kollegen, Spielbekanntschaften, Familie. Und jede einzelne Person kam auf mich zu und sagte mir, dass ich ein Versager bin und nichts auf die Reihe bekomme. Auch meine Kinder waren dabei.
Und meine Kinder waren am darauf folgenden Tag zu Besuch. Ich strengte mich an. Ich versuchte alles. Aber ich schaffte nichts. Ich lag beinahe 2 Tage auf meiner Couch und hielt es einfach nur aus. Als sie am Sonntag Abend zurück gingen, war es dann soweit. Meine Nerven waren überfordert.

Ich brach zusammen.
Es fühlte sich an, als ob ich erstickten würde. Ich bekam keine Luft mehr. Die Panik gewann die Überhand und ich glaubte, dass mein Kopf in einem Schraubstock steckte. So ein Erlebnis wünsche ich niemanden

Wie ihr sehen könnt. Manchmal reicht eine simple Kleinigkeit, damit das Fass endgültig voll ist und überläuft.
Ich habe manchen davon erzählt und auch da sagten sie, ich soll das nicht so ernst nehmen. Aber so einfach ist es nicht. Ich habe Probleme und Ängste, die mich tagtäglich in fast jeder Alltagstiuation beschäftigen und es war logisch, dass irgendwann eine winzige Sache ausreichen wird, damit so etwas passiert. Allerdings war das für mich ein großes Ding. Öffentlich an den Pranger gestellt zu werden, Gerüchte und eine verlorene Freundschaft wegen solch einer Scheiße … das tat sehr weh.

Zwei Tage später ging ich zum Arzt und bekam eine Einweisung. Jetzt sitze ich auf der Warteliste und jeden Tag kann der Anruf kommen, dass ich einen Platz bekomme. Und auch davor habe ich Angst. Nicht vor den Ärzten. Vor den Patienten. Aber ich muss das tun. Ich kann so nicht weiter machen. Denn ich will nicht mehr, dass mich die Angst im Griff hat. Ich will mein Leben endlich selbst in die Hand nehmen!

Und auch jetzt, auf den „Veröffentlichen“ Button klicken, kostet mich erneute Kraft. Aber ich habe diesen Beitrag geschrieben und ich möchte hiermit Menschen erreichen.
Die Menschen sollen verstehen, dass eine psychische Krankheit ernst zu nehmen ist und es für den Kranken gefährlich sein kann, wenn man ihn immer wieder nur belächelt oder auch unter Druck setzt.
Ich wünsche mir mehr Miteinander. Mehr Verständnis. Und vor allem wünsche ich mir, dass die Menschen endlich aufhören, sich über andere lustig zu machen!

Und für alle Betroffenen: Seid nicht so dumm, wie ich. Nehmt Hilfe an. Irgendwie. Bevor es zu spät ist. Ich weiß, dass es oft aussichtslos scheint und es viel Überwindung kostet, aber es kann eine Chance sein, dass mit professioneller Hilfe alles ein bisschen schöner wird.

Eure Yvi

9 Kommentare bei „Wenn die Angst die Überhand gewinnt“

  1. Hallo Yvi,

    bei einem so emotionalen und auch traurigen Beitrag „Gefällt mir“ zu klicken, kommt mir irgendwie falsch vor. Trotzdem habe ich es getan. Warum? Weil es mir gefällt, wie mutig du warst und diesen Beitrag mit uns geteilt hast.

    Ich kann dich sehr gut verstehen, da ich ebenfalls mit Ängsten kämpfe. Deshalb finde ich es auch so toll, dass du dazu stehst. Das verlangt viel Kraft ab und du kannst stolz auf dich sein, dass du dich entschlossen hast, dir Hilfe zu suchen. Diesen Schritt schaffen leider nicht alle psychisch Kranken. Ich selbst kann in keine stationäre Therapie, weil mich das einfach völlig überfordern würde. Aber ich bewundere Leute, die das tun. Ich bewundere ihre Kraft, ihren Mut und ihre Entschlossenheit.

    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für deinen Klinikaufenthalt. Und natürlich, dass es dir bald wieder besser geht.

    Liebste Grüße
    Myna

    1. Hey Myna,
      sorry, weil ich erst jetzt antworte, aber irgendwie kam ich nicht dazu. Aber erst einmal möchte ich dir für dein Kommentar danken! Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass überhaupt jemand hier reagiert. 🙂

      Zu meinen Ängsten zu stehen, kostet mich irgendwie genauso viel Kraft. Man wird halt oft nicht verstanden und es ist halt auch immer noch ein gewisses Grenzthema. Und wenn ich ehrlich bin, mir wäre eine ambulante Therapie – also ein einfacher Psychologe – auch lieber. Aber ich habe hier einfach keine Chance einen Platz zu bekommen und ich muss einfach irgendetwas tun. Und glaub mir, mich überfordert das genau so und ich habe mega Schiss davor. Vor allem weil sich momentan einfach nichts tut. Letzte Woche haben sie angerufen, aber ich habe den Anruf verpasst und ich habe keine Ahnung, was nun Sache ist. Ich hasse warten …

      LG, Yvi

  2. Hi Yai,

    endlich komm ich dazu auch mal in deinen älteren beitragen zu schnuppern. Und ich muss sagen, das ich dein mit bewundere, ebenso wie ich ist es dir wichtig mit Tabuthemen aufzuräumen, Menschen aufzuklären, auch wenn damit Angriffsflache bieten.

    ich erkenne mich in einigen Situationen wieder, auch wenn ich nur kurz vor einem Klinikaufenthalt stand vor 2 Jahren, ich hätte das nie gemacht. Ich konnte mir das nicht vorstellen, aber ich hatte auch den Vorteil das ich keine kleine Kinder mehr hatte sondern alle erwachsen sind. So musste ich diese Verantwortung schon mal nicht mehr auf meinen Schultern tagen. Und mein Mann stand mir sehr zur Seite.

    Ich kämpfe auch seit Kind an mit einer Angststörung auch wenn man die erst vor 2 Jahren erkannte. Jahrelang sagte man mir ich bilde mir das ein es sei nichts. Ich kann alles gut nachfühlen wie du dich fühlst und gefühlt hast und ich wünsche dir von ganzem Herzen das es bald besser wird für dich. Es kosten so viel Mut, Kraft und auch Energie all das anzugehen.

    Dein Beitrag macht mich manchmal echt sprachlos wie unsensibel Menschen mit anderen umgehen. Vor allem wenn es Menschen sind die einem nahe stehen, aber das haben eben Krankheiten die man nicht sieht so an sich, sie werden abgetan, klein geredet und belächelt. Es käme niemandem in den Sinne jemanden zu sagen der soll sich zusammen reissen wenn er zum Beispiel einen Fixateur Externe hätte, oder eine schwere OP hinter sich gebracht oder sonst wie sichtbar behindert wäre.

    Anstatt wir Verständnis, Akzeptanz und Unterstützung bekommen müssen wir uns ständig rechtfertigen, und darum kämpfen das unsere Krankheit in der Gesellschaft Anerkennung findet. Das ist traurig aber wahr. Und dennoch gibt es Menschen wie dich oder auch mich die all ihren Mut und kraft zusammen nehmen und darüber öffentlich sprechen um mehr von all dm zu bekommen das eben fehlt.

    Also, du bist Stark! Du bist Mutig!

    Un din dem Sinne, ein erholsames Wochenende dir meine Liebe 😉

    Herzlich, deine Alex

    PS: Hättest du Lust an meiner Dankbarkeit-Challenge mit zu machen die in 2 Wochen beginnt?

    1. Hey Alex,
      und ich schaffe es endlich mal alles zu beantworten. Ich mag es nicht etwas unbeantwortet zu lassen. 🙂 Und sei es nur ein Like …

      Hach ja, irgendjemand muss solche Themen ja ansprechen und ich will damit einfach Augen öffnen. Dazu soll auch noch demnächst ein neuer Beitrag kommen.
      Es ist sehr schwierig solche Beiträge zu schreiben, aber ich kämpfe mich da irgendwie durch.

      Ich weiß gar nicht mehr, wann diese Störung entdeckt wurde, aber es ist schon ein paar Jahre her. Anfangs war das immer nur nachts und ich dachte, dass ich sterben muss. Es fühlte sich wie ersticken an, alles hat sich um mich gedreht und ich konnte mich teilweise nicht mehr bewegen. Zumindest bildete ich mir das ein.
      Als ich das irgendwann beim Arzt erwähnte, hat er mir gesagt, dass das Panikattacken sind.

      Das mit dem rechtfertigen kenne ich nur zu gut. Das muss ich seit vielen Jahren und es hört nie auf. Und natürlich bei Menschen, die mir nahe stehen, zum Beispiel meine Eltern. Die haben mit am wenigsten Verständnis für so etwas.

      Was ist das denn für eine Challenge? Normalerweise bin ich immer für so etwas zu haben, wenn es dann passt. 🙂

      1. Das tut mir leid das grade deine Eltern kein Verständnis für das alles haben ;( Das ist traurig. Ich hab nur noch mein Vater, mit dem hab ich nur sehr selten Kontakt, auch ne lange und unschöne Geschichte.

        Ich hab verschiedene Panikstaken, also wie sie sich bei mir auswirken, keine Ahnung warum *schulterzuck* Es gibt die Situationsbedingten, die äussern sich so das ich Schweissausbrüche bekomme, herzlosen und mir übel wird. Wenn ich dann der Situation nicht ausweichen kann muss ich erbrechen und beginne zu hyperventilierten. Bis zur Ohnmacht. Kam aber bis jetzt erst wenige male vor.

        Dann die, die eigentlich keinen erkennbaren Grund aufweisen. Da bekomme ich Darmkoliken. Schweissausbrüche und je nach dem wie stark die Schmerzen sind läuft mir das Wasser im Mund zusammen und mir wird übel. Diese Panikattacke hab ich seit ich 6 Jahre alt bin und zwar immer wieder. So zwischen 2-4 man Im Monat bis jeden tag, manchmal auch mehr als am Tag. Keine Ahnung wovon das abhängig ist.

        Dank der Medikamente hab ich das aber inzwischen einigermassen gut im Griff.

        Die Challenge hast ja schon selber entdeckt 😀 Schön bist du dabei *abklatsch*

        1. Hey Alex,
          etwas spät, aber du kennst es ja schon wahrscheinlich. Aber meine Antwort kommt …
          Für meine Eltern ist eine psychische Krankheit eine Einbildung. Vor allem kann es ja nicht sein, dass so etwas ausgerechnet in deren Familie ist. Sie sagen immer ich spinne oder wäre agressiv und all so etwas. Das verletzt jedes Mal, aber was soll ich tun? Ändern kann ich es nicht, ich muss es irgendwie akzeptieren.

          Ja das ist bei mir auch so, verschiedene Auslöser und ich weiß auch nicht genau, warum und woher. Meistens ist es halt in Verbindung mit Menschen. zB in Busse, Arztpraxis, Schulen, Orte an denen Kinder & Mütter sind – ja, ich habe Angst vor Kinder und deren Mütter und kann nicht erklären, warum das so ist.
          Damals wurde mir geraten eine Traumatherapie zu machen, aber ich habe nie einen Platz bekommen.

          Das hört sich aber nicht schön an. Schweissausbrüche kenne ich, aber ansonsten habe ich halt ganz andere „Merkmale“. Wie gesagt, meistens habe ich das Gefühl zu ersticken oder gleich sterben zu müssen. Das fühlt sich an, als würde das Herz jeden Moment stehen bleiben, ganz unschön.

          Und ich habe keine Medikamente mehr, ich habe sie selbst abgesetzt. Ich kam darauf nicht klar.

          1. Haha, kein Problem, bin im Moment ja auch nicht die Schnellste mit antworten seh ich grade *hust*

            Da ist total unschön, so überhaupt kein Verständnis für meine psychischen Probleme hat meine älteste Tochter. Grade gestern wieder aufgeregt. Sie sagt es zwar nicht so klipp und klar das sie denkt das alles nur „Einbildung“ ist oder nicht so schlimm aber das sieht man an den Fragen und Antworten. Und ja, es verletzt, man kommt gleich in eine unschöne Verteidigungs- und Rechtefrtigungshaltung.

            Genau die Situationsbedingten haben bei mir auch mit viel Menschen zu tun, ÖVs, Veranstaltungen, wenn ein Baby so richtig weint und so weiter. Auch bei mir hat ein wiederholtes Trauma in der Kindheit alles oder vieles ausgelöst. Kann dich also gut verstehen.

            Hyperfentielieren kenn ich auch, aber das hab ich zum Glück selten. Das ist wirklich nicht schön.

            Oh, ich hab vor etwas mehr als einem Monat meines auch abgesetzt. Ich hoff das es mich nicht zurück wirft aber nach 2 Jahren Media will ich einfach nicht mehr. Mal sehen ob ich stabile genug bin denn auf einen so lange Rückzugsphase hab ich echt keine Lust. Die war echt schlimm.

            So, nun wünsch ich dir aber einen tollen Donnerstag mit vielen Duschpausen *lach* Ich seh mal zu ob ich es schaffe heute wieder an den See zu gehen. Hoff mein mann kommt mit sonst sitz ich hier und mach die Wäsche und beginn einen neuen Beitrag vorzubereiten für mein Blog 😀

            Ganz liebe Grüsse und fühl dich umarmt.
            Alexandra

            1. Du sagst es und rechtfertigen ist doch eigentlich das Letzte, was wir sollten, oder?
              Man tut es aber dann irgendwie automatisch und dann habe ich immer das Gefühl, als klänge es falsch. Ich meine, wenn ich Husten habe oder mir schlecht ist, muss ich mich doch auch nicht erklären. Jeder Mensch versteht das und akzeptiert es auch. Aber eine psychische Krankheit und das damit verbundene Verhalten muss ständig erklärt werden.
              Das ist so anstrengend 🙁

            2. Jep, anstrengend, verletzten, und einfach nur frustrierend. Das scheiss schlechte Gewissen macht sich dann auch immer gleich parat um Pari zu machen. So beginnt der Teufelskreis der Angst nicht gerecht zu werden, die Anforderungen und Erwartungen nicht erfüllen zu können, man setzt sich selber noch mehr unter druck bis die Bombe wieder hoch geht und man sich wieder zurück zieht. Scheiss Spiel.

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