Ich und das Schreiben & Lesen

Vielleicht wird es mal wieder Zeit, für einen weniger eintönigen Beitrag. Möglicherweise hat mich heute auch einfach nur so richtig die Muse gepackt. Heute habe ich nämlich schon einen Beitrag zur #52WochenDankbarkeit Challenge geschrieben (weswegen dieser Beitrag auch erst morgen an die Öffentlichkeit geht) und ich habe fast drei Stunden gemalt.
Dann kam plötzlich ein Kompliment rein. Mir wurde gesagt, dass jemand gerne liest, was ich schreibe. Ja, ich tue mich manchmal sehr schwer, was Komplimente angeht, aber irgendwie war dies nun eine weitere Motivation, diesen Beitrag zu schreiben.
Und zwar möchte ich heute über das Schreiben und Lesen berichten und zwar, wie es für mich ist, war und warum es nicht mehr so funktioniert, wie es einmal war.

Eigentlich könnte ich auch stupide auf meine Autorenvita hinweisen, denn da steht ja so ziemlich das Meiste drin. Wie fing das alles an und so weiter und so weiter … aber nein, da steckt mehr hinter und was die wenigsten wissen, ist, warum es mir mittlerweile so schwerfällt, ein Buch in die Hand zu nehmen …

Ja. Ich habe schon immer gerne gelesen, als Kind vielleicht nicht so viel, wie die meisten anderen, aber ich liebte es, in fremde Geschichten einzutauchen. Damit einfach abschalten, in eine andere Welt ziehen und den für mich schwierigen Alltag zu vergessen. Früh entdeckte ich die Liebe fürs Schreiben. Ich wollte schon immer mal ein eigenes Buch schreiben und vor allem veröffentlichen. Als ich das dann im Oktober 2014 tat und mein Debüt erschien, zählte ich zu den glücklichsten Menschen der Welt. Auch, wenn mein Erstwerk ein eigentlich Flop war und mittlerweile mehrmals überarbeitet wurde, war ich einfach mega happy, das zählt nun auch erst einmal.

Mein Alltag bestand eigentlich nur noch aus Schreiben und Lesen. Wenn ich dies nicht tat, pflegte ich meine Social Media Kanäle und knüpfte Kontakte. Richtig, zu echten Menschen. Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwierig das für mich war, aber es funktionierte irgendwie. Ich machte immer so weiter und meine Bücher wurden gelesen.
Mein Blog ging damit allerdings etwas Inkognito. Denn als ich meinen ersten Verlag hatte, hieß es, dass ich keine Rezensionen schreiben sollte.
Verunsicherung Punkt eins.

Mit dem Verlag lief es nicht so toll, also veröffentlichte ich weiterhin im Selfpublishing und es funktionierte immer noch.
Ich las. Ich schrieb. Ich las. Ich schrieb. Ich las. Ich schrieb. …. Ich tat wirklich nichts anderes mehr.
Und dann wurde ich krank. Mein Kopf funktionierte nicht mehr. Ich hatte mir zu viel zugemutet. Ich ging in Therapie, kam wieder, und schrieb und las und schrieb und las ….
Und es funktionierte plötzlich nicht mehr. Irgendetwas war anders. Und ich weiß bis heute noch nicht, woran es lag.

Letztes Jahr im Sommer unterschrieb ich (vor lauter Naivität) aber erneut einen Vertrag und dachte, dass nun alles besser wird. Ich schrieb wieder und konnte auch wieder gut lesen. War es vielleicht meine Motivation, die mich damals verlassen hatte? Keine Ahnung. Erst einmal war ich glücklich, dass mich ein Verlag wollte, denn immerhin machten sie mir sehr große Hoffnung.
Ein weiteres Buch von mir erschien also. Aber … es war der Anfang eines weiteren Alptraumes. Ein erneuter Flop? Keine Ahnung. Ich weiß es nicht. Ich weiß gar nichts, denn der Verlag hat mich offenbar gut verarscht und vermutlich werde ich nie einen Cent sehen.

Und das war das Ausschlaggebene, weswegen ich kein Buch mehr anfasste und auch kurz davor war, all meine Bücher bei Amazon zu löschen. Gelöscht habe ich natürlich (zum Glück) nichts, aber gelesen habe ich trotzdem kaum noch.
Vielen Dank für diesen Schlag ins Gesicht, denn damit wurde mir ein Traum genommen und ein Herzenswunsch zerstört. Falls die lieben Verleger dies lesen: Ihr habt keinen blassen Schimmer, was ihr mir damit angetan habt!

Aber schreiben wir weiter Positives. Langsam kommt alles zurück. Mit dem Blog funktioniert es noch nicht so, wie ich es möchte, aber ich lese wieder. Auch, wenn sehr langsam. Nicht zu vergessen, dass ich Anfang des Jahres sehr krank war und das große Spuren hinterlassen hat! Was manche in wenigen Tagen lesen, lese ich in einen Monat, aber es geht bergauf.
Außerdem schreibe ich auch gerade. Ich schreibe zusammen mit einer befreundeten Autorin an einem neuen Projekt und ich bin sehr gespannt, wie sich das Ganze noch entwickelt. Bis jetzt macht es auf jeden Fall Spaß und ich überlege, ob ich nicht noch nebenbei an was eigenem schreiben möchte. Allerdings fehlt mir dafür noch etwas Kraft, aber ich tanke und ich kann jetzt schon sicher sagen, von mir wird es wieder was zu lesen geben.

Was ich allerdings hoffe, ist, dass ich bald wieder mehr lesen kann. Dass ich nicht schon nach zwei Kapiteln k.o. bin und der Kopf überfordert ist.
Und vor allem auch mehr schreiben.
Ich denke, dies gehört mit zu meinen Wünschen und ich freue mich, wenn dieser irgendwann in Erfüllung geht.
Schließlich war das mal meine Leidenschaft.

3 Kommentare bei „Ich und das Schreiben & Lesen“

  1. Hi Yvi,

    warum sollst du keine Rezensionen mehr schreiben? Die Logik dahinter verstehe ich nicht ganz.

    Das mit dem lesen kenn ich nur zu gut. Als ich noch gesund war las ich 4-6 Bücher im Monat. jetzt, wenn es super läuft 2. Ich hoffe es wird noch etwas besser, auch wenn es nicht mehr so extrem sein muss wie früher als ich noch mit meinem Literaturblag unterwegs war, aber es wäre toll wenn ich etwas mehr schaffe als jetzt. Aber es ist schon etwas besser als die letzten beiden Jahre, da schaffte ich im ganzen Jahr 3 Stück. Dieses Jahr werden es immerhin sicher 12.

    Es freut mich as es bei dir mit dem Schreiben wieder besser läuft und ich drück die Daumen dass das Projekt so verläuft wie du dir das erhoffst. Das mit deinen vergangenen Erfahrungen tut mir wirklich leid. Das ist echt mies.

    Und das mit dem lesen wird sicher auch irgendwann wieder besser 😉 Da glaub ich fest daran! Vielleicht wird es nicht mehr so wie früher und vielleicht wird es auch wieder mal etwas schlechter gegen, bei mir ist es auch noch nicht konstant, aber ich denke es wird für uns beide irgendwann, wenn es uns wieder besser geht, auch mit dem lesen bergauf gehen 😉

    Nun wünsch ich dir einen schönen Abend und bis bald.

    Liebe Grüsse
    Alexandra

    1. Das kam damals von meinem ersten Verlag. Es hieß, dass ich als Autorin keine Rezensionen schreiben sollte, denn wenn ich mal ein Buch schlechter bewerte, könnte das auf mich negativ wirken. Von wegen Konkurrenzdenken und so ein Quatsch und dass dann im Gegenzug eine negative Rezension für meine Bücher kommen könnte.
      Und irgendwie hat sich das in meinem Kopf verankert, weswegen ich meine Rezensionen echt klein halte bzw dann irgendwann keine mehr schrieb.

      Ich hab halt auch mal so viel gelesen. 10 Bücher im Monat, wenn es hoch kam. Aber das schaffe ich einfach nicht mehr, teilweise ist es auch zu anstrengend. Aber es wird besser und das freut mich schon mal total. 🙂

      1. Hm… ich kenne einige Autoren die andere Bücher rezensierend und die haben keine Probleme damit. Komischer Verlag.
        Das ist schade das dir das so zugesetzt hat. 🙁

        Das ist schön und wir sollten versuchen einfach zu geniessen wie gut das lesen wieder läuft anstatt uns Druck zu machen. Das hilft ja eh nichts und macht uns nur kirre.

        Ich wünsch dir noch einen schönen Sonntag und ich hoff bei euch ist das Wetter auch grade so schön wie hier?!

        Liebe Grüsse
        Alex

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