Gedanken zu #Corona und Co

Über ein Jahr ist es nun her, dass dieser schrecklicher Virus durch die Welt tobt. Anfangs nahmen viele das Problem nicht ernst, aber er breitet sich aus und mittlerweile sitzen wir alle im Lockdown und öden teilweise vor uns her.

Ich wollte schon länger einen Beitrag darüber schreiben. Allerdings, was das Ganze mit mir macht, wie es mir damit geht und wie ich darüber denke.

Nun ja, ich erinnere mich noch, dass wir letztes Jahr im April eigentlich den 40. Geburtstag meines Mannes feiern wollten. Wir wollten einen Tisch beim Chinesen bestellen und mit der ganzen Familie essen gehen. Das fiel dann aber schon aus. Nicht einmal unsere Kinder konnten wir zu ihren Geburtstagen sehen, da zu diesen Zeitpunkten der erste Lockdown kam.

Hmm … ich selbst saß ja bekanntlich auch vor dem ganzen Drama mit meinem Hintern zu Hause rum und beschäftigte mich mit WoW oder andere Dinge. Allerdings pflegte ich doch gelegentlich soziale Kontakte und ganz wichtig war uns, dass wir regelmäßig in die Stadt fuhren. Wir gingen einfach nur bummeln, aßen oder tranken etwas und ähnliches. Das war unser Pärchen Ding, wenn man es so nennen mag.

Mittlerweile sitze ich seit über einem Jahr beinahe ausnahmslos zu Hause. Gewichtstechnisch habe ich ordentlich zugenommen und soziale Kontakte hatte ich nur noch online. Ich bin, wenn es hochkommt, vielleicht 10x aus dem Haus raus. Schnell nach Netto zum einkaufen und ein paar Mal zum Arzt, wenn es wirklich wichtig war.
Dennoch musste ich im Dezember einen Test machen und hatte Panik. Glücklicherweise waren die Ergebnisse negativ.

Früher habe ich immer gesagt, dass ich gerne zu Hause sitze. Meine Ruhe habe und niemanden sehen muss. Doch jetzt, wo ich zu Hause bleiben MUSS, ist es für mich irgendwie ganz schlimm. Ich sehne mich ganz extrem nach einen Ausflug in die Stadt. An die frische Luft. Unter Menschen.
Zu Hause bin ich alleine und einsam und gut geht es mir damit ganz bestimmt nicht.

Ich hoffe so sehr, dass dieser ganze Albtraum möglichst bald vorbei sein wird. Aber … kann das sein, wenn es so weitergeht? Wenn es immer noch Menschen gibt, die sich nicht an Vorschriften halten?
Vor ca einer Woche war ich beim Arzt. Bekam mit, wie vorne an der Rezeption laut geschimpft wurde, weil ein Patient mit dem Virus in die Praxis kam. Keine 5 Minuten später setzte sich eine ältere Frau in meiner Nähe. Ich sah sie an. Kein Mundschutz. Sie hielt sich bloß knapp einen Seidenschal vor die Nase. Da frage ich mich: Wie kann das sein? Warum erlauben die das?
Im Netto steht ganz groß geschrieben: Zutritt nur mit Einkaufswagen. An der Kasse vor uns stand dann jemand ohne und hinter uns ebenso.

Das sind vielleicht Kleinigkeiten, aber ich denke, wenn auch diese Kleinigkeiten beachtet werden, würden wir einen Schritt in die richtige Richtung gehen.

Ich weiß es nicht, aber zumindest habe ich das Gefühl, dass aktuell nichts besser wird, sondern immer schlimmer.

Und ehrlich gesagt habe ich mich stellenweise bereits mit dem Gedanken abgefunden, dass ich den Rest meines Lebens mit einer Maske vor die Tür gehen muss.

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