Für welchen Freund bist du besonders dankbar?

Weiter geht es mit der nächsten Frage von der #52WochenDankbarkeit Challenge von Alex‘ Gedankenflüge.
Irgendwie eine schwierige Frage. Erst in meinen Jahresrückblick habe ich berichtet, dass ich aktuell keine sozialen Kontakte und somit auch Freundschaften pflege.
Aber trotzdem gibt es eine Person, die für mich ein Freund ist und für diese „Freundschaft“ bin ich besonders dankbar!

Und dabei denke ich ausschließlich an meinen Mann Maik. Mittlerweile sind wir seit 17 Jahren zusammen und seit 14 Jahren verheiratet.
In den letzten Jahren habe ich natürlich auch Freundschaften genossen, aber das war was anderes.
Niemanden kann ich so sehr vertrauen, wie ich es bei ihm schaffe. Ja, er ist nicht nur meine große Liebe, sondern auch mein bester Freund. Wenn ich ernsthafte Sorgen habe oder einen Rat brauche, steht er mir immer zur Verfügung und hilft, wo er kann. Außerdem weiß ich, dass er immer zu mir stehen wird und mir den Rücken stärkt.

2 Kommentare bei „Für welchen Freund bist du besonders dankbar?“

  1. Liebe Yvi,

    danke für deinen Beitrag zum Thema. Ich habe auch nur einen richtigen besten freund. Ansonsten bin ich ja eher der Einzelgänger und darum müsste ich dann höchstens noch mein Mann nennen. Aber mehr dazu dann am Sonntag in meinem Beitrag 😉

    Aber es ist doch auch schön wenn der eigenen Mann der Beste Freund ist! Da kenn ich ganz andere Beziehungen. Leider.

    Ich wünsch dir noch einen schöneren und entspannten Abend.

    Liebe Grüsse
    Alexandra

  2. Hey Yvi,
    ich finde es schön, dass Dein Mann auch Dein bester Freund ist, eigentlich sollte das ja so sein.
    Ich war 16 Jahre lang verheiratet. Martin und ich hatten zwei Töchter, Manuela war bei unserer Scheidung 16 Jahre alt und Daniela 9 Jahre. Die Zeit danach war echt schlimm, denn kurz darauf starb auch noch meine Schwiegermutter, mit der ich mich immer sehr gut verstanden habe. Martin, mein Ex-Mann, hatte damals eine Beziehung zu einer Frau, die ihm auch jeden Kontakt mit seinen Kindern untersagt hat. Die beiden waren einige Jahre lang zusammen und vor allem die Kinder haben sehr darunter gelitten, dass sie ihren Vater, wenn dann nur gemeinsam mit seiner damaligen Lebensgefährtin Renate sehen konnte. Daniela hatte richtig Angst vor Renate, so dass ich diese Treffen, dann auch untersagt habe.

    Einige Jahre später haben sie sich getrennt und Martin hat sich dann regelmäßig mit den Kindern getroffen und ist sogar gemeinsam mit ihnen auf Urlaub gefahren.
    Unser gespanntes Verhältnis hat sich nach und nach gelockert und der Kontakt wurde – allerdings nur betreffend der Kinder wieder lockerer.

    Richtig geändert hat sich das erst, als Martin mit der Sprechstundenhilfe unseres Hausarztes zusammen gekommen ist. Elvira und ich kannten uns schon eine ganze Weile und hatten einen sehr guten Draht zueinander. Sie hat das Verhältnis zwischen Martin und seinen Kindern noch mehr gefestigt und jede Begegnung unterstützt. Wir trafen dann auch öfter zusammen und der Kontakt wurde immer besser. Schließlich haben wir die Geburtstage der Kinder und sogar Weihnachten zusammen gefeiert und uns auch so getroffen. Wir gingen gemeinsam Frühstücken und Kaffee trinken, haben gemeinsam gegrillt und wurden wieder gute Freunde.
    Als Martin an Krebs erkrankte, vertiefte sich diese Freundschaft mehr und mehr. Als ich ihn das letzte Mal vor seinem Tod in der gemeinsamen Wohnung mit Elvira besucht habe, hat sie uns den ganzen Nachmittag allein gelassen und wir haben uns noch mal so richtig ausgesprochen und alles zusammen verarbeitet. Das war Martin damals total wichtig, ich hatte sogar das Gefühl, dass er auf dieses Gespräch gewartet hat, weil es ihn belastet hat und er es einfach noch klären wollte.
    Irgendwie war uns damals beiden klar, dass es das letzte Mal gewesen ist, dass wir uns gesehen haben, doch keiner von uns wollte es zugeben.
    Als mich meine Tochter – beide Mädchen waren die letzte Woche seines Lebens bei ihm – angerufen hat und mir – ich war in der Arbeit – mitgeteilt hat, dass Martin nun eingeschlafen sei, bin ich erstmal total zusammengebrochen. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass Martin nicht mehr da ist, dass ich ihn nicht mehr anrufen kann, mit ihm nie mehr sprechen kann, ihn nie mehr sehen kann… Die Trauer war ein langwieriger Prozess, der immer noch nicht abgeschlossen ist, aber es wird immer besser und ich denke heute sehr gerne an ihn zurück. Oft stelle ich mir vor, wie er auf gewisse Dinge reagiert hätte und wie er auf meine Fragen, die ich ihn immer noch stellen möchte, geantwortet hätte.

    Heute kann ich sagen, dass mein bester Freund mein Lebensgefährte ist, mit ihm kann ich auch über alles sprechen, auch über Martin, für meine Trauer hat er immer Verständnis aufgebracht und er ist jetzt, wo es mir gesundheitlich nicht so gut geht, immer für mich da.
    Gerade jetzt zeigt sich besonders, wie viel wir einander bedeuten.

    Noch einen schönen Sonntagabend wünscht Dir
    Ulli

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