Ein Rückblick auf 2019 … und was 2020 so sein soll …

Wenn ich auf 2019 zurückblicke, dann sehe ich ein sehr durchwachsenes Jahr. Es war viel los und doch ging die Zeit so schnell rum. Wie es irgendwie meistens ist.
In diesem Jahr habe ich mich entschlossen, darüber zu schreiben. Ich möchte das Ganze noch einmal auf mich wirken lassen. Berichten, wie es mir in manchen Situationen ging und auch überlegen, was 2020 anders sein soll und vor allem auch geplant ist.
Zwischendrin gibt es auch kleine Statistiken (ich bin da echt voll schlimm 😛 ) und natürlich ein paar Bilder.

Übrigens … der Beitrag ist sehr lang. Holt euch erst mal einen Kaffee. 😉
… btw … ich habe während des Schreibens 3 Tassen getrunken. 😀

Bildquelle: Pixabay

Eigentlich fing das Jahr für mich relativ normal an. Natürlich ging es mir nicht besonders gut, aber das war für mich fast Alltag. Ich machte jeden Tag mein Ding, malte, vertrieb mir meine Zeit in World of Warcraft und hatte online ein paar soziale Kontakte.
Leider mit den falschen Leuten, denn bereits im Januar brach alles über mich zusammen. Es war ein falsches Wort im falschen Moment, was bei mir das Fass zum Überlaufen brachte.

Ich erlitt einen Nervenzusammenbruch und ging deswegen im Februar für gut einen Monat ins Krankenhaus, um unter anderem stabilisiert zu werden. Dort lernte ich wieder, dass ich mehr auf mich selbst achten muss und vor allem auch „nein“ sagen muss. Dort lernte ich nette Menschen kennen und wenn man es mal situationsbedingt sieht, hatte ich eigentlich eine ganz nette Zeit. Auch, wenn es oft furchtbar langweilig war. Wie oft saß ich einfach nur draußen, rauchte und beobachtete die Gegend …

Klinikgelände Herten

Ich hatte mich am Ende selbst entlassen. Was ich vielleicht nicht hätte tun sollen, aber na ja. So bin ich nun mal. Möglicherweise wäre nun vieles anders und mir würde es besser gehen, immerhin sollte ich in die Reha gehen. Aber ich sitze hier, bin auf Wartelisten für Psychotherapien und kämpfe mich solo durch den Tag. Es funktioniert ganz gut und mir geht es auch aktuell relativ gut. Ich denke, das alleine zählt.


Als ich allerdings zu Hause war, hatte ich festgestellt, dass sich meine alte Gilde in World of Warcraft quasi aufgelöst hatte. Von daher ging es für mich im Spiel auf und ab und hin und her. Ich kam nirgendwo mehr richtig an, spielte oft nur alleine und verlor nach und nach den Spaß. Das ging irgendwie bis Juni so.
Dann ließ ich mich erneut bequatschen, wechselte zurück zur Allianz und wollte mit jemanden zusammen unsere alte Gilde wieder neu aufbauen. Natürlich ging das voll nach hinten los. Aber darum gehts auch gar nicht. Abgesehen davon hatten wir schon viele tolle Zeiten und oft bis in die Nacht gezockt und gelacht.
Die Gilde wurde allerdings irgendwann dann aufgelöst. Mir selbst war das zu viel Arbeit und vor allem zu viel Stress. Vor allem hatte ich kaum Unterstützung und organisierte fast alles ausschließlich alleine.

WoW Raid, Kampf gegen Königin Azshara

Dort hatte ich jemanden kennengelernt, was über eine Onlinefreundschaft hinausging. Es entwickelte sich eine richtige Freundschaft. Auch, wenn wir immer nur übers Discord miteinander quatschten oder im WhatsApp schrieben. Wir hingen aneinander, wie zwei Kletten. Viele dachten sogar, dass wir ein Pärchen wären …
Mir tat dieser Kontakt sehr gut, aber ich machte einen Fehler.
Ich bekam einen Rat und befolgte diesen. Ich trennte mich auf eine sehr unschöne Weise von diesen Freund. Ich blockierte ihn überall, wo es nur ging. Und ließ ihn unwissend.
Keine schöne Art, ich weiß und habe teilweise heute noch daran zu knacken. Ich selbst behaupte, dass mir das zurecht geschieht und ich damals zumindest mit ihm hätte reden sollen.

Seit diesem Vorfall habe ich zwei weitere Male den Server mit meinen Charakteren gewechselt. Wirklich glücklich bin ich immer noch nicht. Aber ich bin in einer Gilde angekommen, in der vor allem der Respekt voreinander ganz weit oben steht und man normal miteinander umgeht. Dort bin ich seit ca 2 Wochen und werde nun abwarten, ob ich dort bleibe oder ob ich in Zukunft wieder alleine durch Azeroth ziehe.

World of Warcraft | meine Hexe Sloâne

Natürlich habe ich 2019 nicht nur mit Zocken verbracht. Obwohl ich ja gestehen muss, dass World of Warcraft mittlerweile das zeitintensiveste Hobby von mir ist. Aber ich habe auch wieder gelesen. Es ärgert mich, dass ich mittlerweile so lange an einem einzelnen Buch sitze, aber teilweise liegt das daran, dass ich immer noch große Schwierigkeiten habe, mich lange zu konzentrieren. Während ich damals ein Buch in wenigen Tagen durch hatte, brauche ich heute manchmal gute 2 Monate für ein Buch. Deswegen habe ich in diesem Jahr auch verhältnismäßig wenig gelesen.

Insgesamt habe ich sechs Bücher in 2019 gelesen. Unglaublich, oder?
Das Buch After forever von Anna Todd habe ich sogar mit ins Jahr reingenommen, wenn ich mich recht erinnere und erst im Krankenhaus im Februar 2019 beendet.
Dort hatte ich auch Spiegelsplitter von Ava Reed gelesen, allerdings hatte mich dieses Buch nicht so sehr umgehauen.
Die Rebellion der Maddie Freeman von Katie Kacvinsky fing ich dort ebenfalls an, beendete dieses Buch aber schon wieder zu Hause. Dafür habe ich dann auch meine erste Rezension seit einer gefühlten Ewigkeit geschrieben. Obwohl es eigentlich mehr oder weniger nur eine Kurzmeinung ist. Diesbezüglich bin ich nämlich voll aus der Übung.
Love & Lies – Alles ist erlaubt von Molly McAdams verlangte auch ein bisschen Zeit und auch dafür gab es von mir eine Rezension.
Von die Tribute von Panem – Tödliche Spiele von Suzanne Collins war ich schwer begeistert. Natürlich brauchte ich auch für dieses Buch recht lange, aber ich habe bereits den zweiten Teil hier liegen und freue mich, diesen zu lesen. Eine Rezension gab es selbstverständlich auch.
Dann wäre da noch HERO – Ein Mann zum Verlieben von Samatha Young. Dieses Buch habe ich erst vor kurzem beendet und auch dieses gefiel mir wirklich gut. Eine Rezension gibt es auch.

Und aktuell sitze ich an SAMe Love – Nur mit Dir von Nadine Roth.

Ich lese dieses Buch seit ca einer Woche und habe tatsächlich schon über die Hälfte geschafft. Ich denke, das sagt einiges. Bis jetzt gefällt es mir sehr gut, aber mehr werde ich dazu dann in meiner Rezension schreiben.


Im Jahr 2015 entdeckte ich das Malen für mich. Ausmalen für Erwachsene. Ein Hobby, das mich in der Vergangenheit ebenfalls sehr viel Zeit kostete und auch gar nicht so günstig war, wenn man so übertreibt wie ich 😀 Damals malte ich noch immer jeden Tag und irgendwann gab es auch Videos dazu. Doch im letzten Jahr wurde dieses Hobby sehr vernachlässigt, was viele verschiedene Gründe hatte.
Aber ich gelobe auch hier Besserung und habe mir für 2020 vorgenommen, zum einen wieder mehr zu malen und auch mal saisonbedingt zu Motiven zu greifen. Natürlich soll es auch wieder Videos geben, aber da möchte ich noch nicht zu viel versprechen.

Auf meinen anderen Blog habe ich bereits einen kleinen Rückblick erstellt.
Mal so zum Vergleich: 2016 hatte ich über 50 ausgemalte Bilder. 2019 waren es nur 12.

Die meisten sind wie immer mit Prismacolor gemalt. Wenige mit Polychromos. Wie man sieht, ist übrigens auch ein gezeichnetes dabei, was ursprünglich als Tattoovorlage für das linke Handgelenk dienen sollte. Allerdings ist das noch nicht fertig und irgendwie steht das auch noch alles in den Sternen …


Mein Blog. Hach ja … den habe ich auch gut vernachlässigt. Wie sollte es auch anders sein? Ich habe mir so viel vorgenommen und geplant. Manchmal sogar Beiträge geschrieben und sie vor der Veröffentlichung schon wieder gelöscht oder sie stehen seit Monaten nur auf Entwurf. Die meisten Beiträge bestehen aus den Freitagsfüller oder ich habe bei der #52WochenDankbarkeit Challenge mitgemacht.
Auch meinen Mal – Blog habe ich nicht geführt, wie ich es wollte. Ich habe vor kurzem überlegt, ob ich die beiden Blogs nicht irgendwie zuammenlegen sollte. Aber da weiß ich noch nicht, wie ich das machen soll und brauche da noch einen richtigen Plan.


Was das Schreiben angeht, sieht es fast noch katastrophaler aus und das war mein größter Rückschlag in 2019. Im letzten Jahr schien alles perfekt zu werden und sollte endlich bergauf gehen. Ich unterschrieb einen Vertrag, weinte Freudenstränen und war einfach glücklich. Es wurden große Versprechungen ausgesprochen, die mir wirklich Hoffnung machten.
In meiner Naivität und Leichtgläubigkeit ignorierte ich schon anfangs Dinge, die jedem normalen Menschen merkwürdig vorkommen sollten.
Aber nun ja … mein Buch wurde irgendwann dann auch tatsächlich veröffentlicht. Natürlich viel später, als wie es im Vertrag stand. Aber das Geld dafür werde ich höchstwahrscheinlich nie sehen.
Im Internet wurde viel über dieses Drama mit dem Verlag berichtet und damit verlor ich meine gesamte Motivation weiter zu schreiben. Ich wollte alles hinwerfen.

Aber dann wurde ich aus meinem Loch geholt und mittlerweile schreibe ich zusammen mit Alexis Snow an einem gemeinsamen Projekt. Mittlerweile nimmt es sogar Form an und wir kommen sehr gut voran.
Für mich ist es eine völlig neue Erfahrung, mit jemanden zusammen zu schreiben, aber es macht unheimlich viel Spaß und ich freue mich schon, wieder in die Tasten hauen zu dürfen.
Es handelt sich dabei übrigens um eine Liebesgeschichte und bedient auch das Thema Angst.

Mittlerweile sitze ich sogar nebenbei an einem eigenen Projekt. Da stehe ich aber noch ganz am Anfang und muss noch ein bisschen plotten, bevor ich da weiterschreibe. Auch das wird eine Liebesgeschichte und diesmal gibt es ein paar klitzekleine Fetzen Crime darin.

Woran ich diesbezüglich aber wirklich hart arbeiten muss, ist meine Onlinepräsenz. Meine Socialmedia Kanäle werden sehr stark vernachlässigt und auf meine ToDo für 2020 steht ganz fett geschrieben: Ändere das!!!


Was mich allerdings immer noch ein bisschen traurig macht: ich musste alle 3 Katzen abgeben. Irgendwie tut es mir am meisten um Luna leid, immerhin lebte sie seit über 5 Jahren bei uns. Aber für mich war das zu viel. Ich habe es nervlich nicht mehr geschafft und entschied mich schweren Herzens dazu, meine Tiere in Hände zu geben, wo sie es besser haben. Beim Abschied wurden Tränen vergossen und ich denke noch oft an sie. Aber es ist besser und wir haben uns entschieden, nie wieder ein Tier anzuschaffen.


Und zum Schluss. Das Ende von 2019. Weihnachten und Co. Zum ersten Mal seit 8 Jahren haben wir Weihnachten als komplette Familie gefeiert. Beide Mädchen waren hier und blieben bis heute bei uns. Am 25.12. waren sogar meine Eltern bei uns und es war einfach nur schön.
Weihnachten war für mich schon immer der pure Horror und ich konnte diese Zeit nie wirklich genießen. Nein, ich habe sie vielmehr gehasst.
Doch in den letzten Tagen hatte ich die für mich schönste Zeit aus dem kompletten Jahr gehabt.

Wir haben fast jeden Abend Karten gespielt. Sei es 11er raus, Uno oder Skipbo. Und wir haben sehr viel gelacht. Gestern Abend erlebte ich einen so krassen Lachanfall, dass ich schon keine Luft mehr bekam und knallrot im Gesicht war.
Ehrlich gesagt habe ich keinen blassen Schimmer, wann ich zuletzt so sehr lachte. Sogar Pia sagte, dass sie mich noch nie so lachen erlebt hat. Das habe ich wirklich genossen und freue mich, dass das Jahr einen so tollen Abschluss hat. Vor allem, da es für mich so katastrophal startete und auch mittendrin harte Schläge für mich bereithielt.


Gesundheitlich geht es bei mir so. Meine Konzentration könnte wirklich besser sein, aber ich habe meine Ängste ein bisschen in den Griff bekommen. Auch schlafen funktioniert mittlerweile viel besser. Aber oft überfallen mich noch Phasen, in denen ich sehr antriebslos und angespannt bin. Dann ziehe ich mich immer noch zurück und halte mich von der Außenwelt fern.
Soziale Kontakte (Freundschaften) pflege ich momentan gar nicht. Ich will, aber ich schaffe es nicht und es überfordert mich immer noch sehr.
Was mir zu schaffen macht, ich habe sehr viel zugenommen. Momentan überlege ich aber, was ich tun kann, um mein Gewicht zu reduzieren. Vermutlich werde ich mit meinem Arzt darüber sprechen müssen. Sobald ich den Mut dazu habe …


Zusammengefasst würde ich nun behaupten, dass 2019 irgendwie okay war. Ich habe Erfahrungen gesammelt, neue Menschen kennengelernt und Kraft sammeln können.
Nun bin ich dabei, diese zu sortieren und hoffe, dass 2020 besser wird.

Auf meiner ToDo für 2020 stehen unter anderem Dinge wie:

  • jeden Abend lesen
  • mehr malen, Jahreszeiten & Co entsprechend
  • mehr Videos erstellen
  • mehr Blogpflege
  • das Gemeinschaftsprojekt mit Alexis Snow beenden
  • mein eigenes Projekt fertig schreiben
  • ich möchte wieder unter 100kg kommen
  • Umzug nach Herne (evtl im Sommer?)

Herzlichen Glückwunsch! Du bist am Ende des Beitrags angekommen 😀
Damit wünsche ich dann auch einen guten Rutsch in 2020 und hoffe, dass du rückblickend auf 2019 ebenfalls gute Erinnerungen hast.

Yvi

Ein Kommentar bei „Ein Rückblick auf 2019 … und was 2020 so sein soll …“

  1. Liebe Yvi

    was für eine Rückschau! Danke für die Offenheit, das war auch mein Motto in meinem ersten Rückblick aufs vergangene Jahr. Ich seh mich in vielen Dingen wider was du da erzählst. Auch das mit dem Lesen kenn ich nur zu gut, man will, aber mag nicht, die Motivation fehlt oder die Konzentration. Dennoch hab ich dieses Jahr endlich wieder mehr gelesen als noch letztes oder vorletztes Jahr. Aber auf meinem alten Level bin ich noch lange nicht.Da hab ich 52-55 Bücher im Jahr gelesen.

    Aber was mir bei dir auffällt, du hast so viele Hobbys, und alle sind sehr zeitintensive, da kannst du ja nicht überall mehr machen, denn der Tag hat halt nur 24 Stunden *gg* Also versuch dir nicht so viel druck zu machen. Nimmt wie es kommt. Wenn du Lust zu malen hast, dann mach das, wenn du lieber Muse für das schreiben hast, dann widme dich diesem Hobby und möchtest du lesen oder zocken, dann bitte, geniess es ohne dich verrückt zu machen das eigentlich alles andere genau so wichtig ist. 😉

    So oder so, ich wünsch dir, uns, das 2020 endlich mal ein gutes Jahr für uns wieder, oder wenigstens mal etwas besser und leichter.

    Ich freu mich auf alle Fälle auf das neue Jahr mit dir und deinem Blog 😉

    Alles Liebe, und komm gut rüber 😉
    Alexandra

    Wenn du magst, mein Rückblick findest du hier 😉 https://gedankenfluege.ch/2019/12/30/das-war-2019-mein-jahresrueckblick/

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