Ein Hauch vom Leben

Hey ihr!
Jetzt ist seit meinem letzten Beitrag schon wieder so viel Zeit vergangen. Über ein halbes Jahr. Und dabei wollte ich doch so gerne wieder mehr schreiben. Meinen Blog mehr pflegen. Mich auch irgendwie mitteilen. Aber ich bin gescheitert.

Insgesamt 8 Jahre existiert mein Blog mittlerweile und ich habe immer mal wieder das „Thema“ gewechselt. Mal war es ein gemischtes Etwas, mal ging es ausnahmslos um Bücher, mal um dies und mal um jenes.
Vor ca 1,5 Jahren habe ich angefangen über mein Borderline zu schreiben und wollte das auch eigentlich so durchziehen. Jedoch habe ich nicht damit gerechnet, dass es mir mal so schlecht gehen könnte, wie es aktuell ist …

Das bedeutet natürlich für mich, dass einfach nichts funktioniert. ICH funktioniere nicht und das Schlimme ist, dass mir Sprüche wie zB „Das wird schon wieder“ rein gar nicht helfen.

Momentan würde ich beinahe behaupten, dass ich einer psychischen Krise sehr nahe bin, denn bei mir geht es wirklich drunter und drüber.
Letztes Jahr im Frühjahr war ich für einen Monat in stationärer Behandlung und ließ mich dummerweise vorzeitig entlassen. Nun ja, mir ging es gut und ich dachte, ich schaffe den Rest alleine. Von wegen. Es dauerte maximal zwei Wochen und ich stand wieder am Anfang.

Ich glaube, das Schlimme daran ist, dass ich einfach alleine bin. Anfang des Jahres verlor ich dann auch meinen einzigen guten Freund und seitdem habe ich keine sozialen Kontakte mehr. Ich vereinsame.
Sogar mit der Familie ist es sehr mau. Meine Eltern waren mir hier noch nie eine Stütze, zumal sie psychische Krankheiten als Spinnerei abtun und mich eher verurteilen, anstelle zu mir zu stehen. Das schmerzt furchtbar und ich komme damit nicht zurecht. Aber ich muss.
Mein Mann ist halt nur arbeiten und leider hat auch er wenig Bezug zu meinen Themen, was ich ehrlich gesagt noch schlimmer finde. Als ich vor ein paar Tagen die Nerven verlor und von Suzid sprach, stritten wir, anstelle das Problem anzugehen.
Mit meiner großen Tochter habe ich eine noch größere Krise, die mir dann mal eben den Boden unter den Füßen wegriss und mich mehrmals zusammenbrechen ließ. Mittlerweile haben wir den Kontakt bis auf weiteres pausiert. Für mich zum Selbstschutz.

Mir fehlt einfach eine Freundin oder ein Freund. Aber auch, wenn es eine Person in meinem Leben geben würde, würde ich sie vermutlich wieder vertreiben. Ich bin anstrengend und furchtbar und einfach nur unsozial.
Klar, es gibt ein oder zwei Leute, die mir angeboten haben, dass ich mich melden könnte, aber ich schaffe es nicht. Das ist dieses: „Ich will nicht nerven!“
Also bleibe ich alleine und einsam. Und mit Sicherheit nicht glücklich. Ich glaube auch, dass Corona auch noch einen Teil dazu beitrug, dass es mir so schlecht geht. Denn ich sitze nun seit Anfang des Jahres beinahe ausnahmslos in meiner Wohnung. Ich meide jeden Ort, an dem Menschen sind. Auch Ärzte. Und ich schaffe es nicht, dort alleine hin zu gehen, da meine Angst einfach zu groß ist und ich alleine nicht dagegen ankomme.

Ja, ich weiß, dass ich ganz ganz dringend eine Therapie brauche. Aber habe ich da momentan überhaupt eine reale Chance drauf? Also, ich rede von stationäre Therapie. Ich glaube kaum.
Und wenn ich es selbst beurteilen würde, würde ich behaupten, dass es mir schlechter geht, als letztes Jahr, als ich den Nervenzusammenbruch hatte. Denn da dachte ich keineswegs an Suzid.

Es ist so erschreckend und ich schäme mich beinahe für diese Gedanken. Aber sie ließen sich in diesen Moment nicht mehr steuern. Jetzt bin ich natürlich froh, dass ich auch diese „Phase“ überstanden habe. Mal wieder. Alleine.

Ich beneide die Menschen, die sich mit Freunden treffen, sich etwas zu erzählen haben oder überhaupt etwas erleben. Was tue ich denn schon?
Ich spiele immer noch WoW, ich male wieder mehr und fange langsam wieder an zu lesen. Schreiben ging auch eine Weile ganz gut, aber nachdem mich der Schock mit meiner Tochter erreichte, wurde irgendetwas in mir blockiert und jetzt stehe ich da auch wieder am Anfang.

Es ist komisch, vielleicht bin ich verrückt. Aber immer wieder denke ich, dass ich einfach uninteressant bin. Der Selbsthass in mir ist gewaltig und ich gebe mir an allem die Schuld.
An meine kaputte Familie.
An meine zerstörte Freundschaft.
An meinen Problemen.
Wer sonst soll dafür verantwortlich sein, wenn nicht ich? Und dann einfach alles vergessen und so tun, als wäre nichts passiert? Normal weiter machen? Das kann ich einfach nicht.

Was mich auch fertig macht, sind diese permanente Schmerzen. Im Rücken. In den Beinen. Meine Hände. Ich habe so unheimlich viel zugenommen, was ja auch logisch ist, wenn ich kaum raus komme. Aber wo soll ich überhaupt hin? Und zu wem? Es gibt niemanden und diese beschissene Lage macht es noch schwieriger. Also Corona und so.
Manchmal sind die Schmerzen so extrem, dass ich mich nicht mal mehr richtig bewegen kann. Ich wohne im Dachgeschoss, vielleicht könnt ihr euch vorstellen, was das für mich bedeutet? Ich kann die Treppen verdammt noch mal nicht mehr laufen, ohne dabei zu jammern.

Was ist nur aus mir geworden?
Dieses Leben wollte ich nie führen. Dieses ständige auf und ab. Es ist der pure Horror und ich will endlich aus diesem Albtraum aufwachen. Doch dabei brauche ich Hilfe.
Und habe sie nicht.

14 Kommentare bei „Ein Hauch vom Leben“

  1. Hey Yvi,

    erstmal: Fühl dich gedrückt, wenn du magst. Du machst im Moment wirklich eine schlimme Zeit durch und ich kann das in vielen Punkten nachfühlen. Ich hab u. a. auch die Diagnose Borderline und kenne auch diese nagenden Schuldgefühle und Gedanken an Suizid. Aber trotzdem ist jeder einzigartig und nimmt diese Emotionen anders wahr. Deshalb vermeide ich auch die Floskel: „Ich weiß, wie du dich fühlst.“ Das ist falsch. Ich weiß, wie ich mich fühle, gefühlt habe oder fühlen würde. Nicht, wie ein anderer Mensch empfindet.

    Trotzdem tut es mir total leid, dass es dir so schlecht geht. Und dass du wegen Corona nicht zum Arzt bzw. eine Therapie machen willst, kann ich so gut verstehen. Ich drücke mich auch schon seit Monaten vor diversen Untersuchungen und Therapien, verlasse so selten wie nur möglich das Haus. Und allein schon erst recht nicht. Und dass ich mitten in einem Corona-Hotspot wohne, macht die Sache nicht gerade besser.

    Vielleicht hilft es dir ja, öfter hier über deine Gefühle zu schreiben? Manchmal hat Schreiben eine Art therapeutische Wirkung. Aber das ist nur eine Idee. Wenn dir dafür die Kraft fehlt, verstehe ich das völlig.

    Ich schicke dir viele liebe Grüße und hoffe, dass es dir bald besser geht.
    Myna

    1. Hey Myna,
      danke für deinen lieben Kommentar. 🙂
      Ja, ich glaube Corona hat das Ganze noch mal verschlimmert. Mir ging es ja schon vorher schlecht, aber als ich dann auch meinen guten Freund verlor, verlor ich damit mein komplettes soziales Umfeld. Das hat mich dann quasi runtergerissen und ich kann es nicht verkraften.

      Das mit dem Schreiben ist eine gute Idee. Ich hatte das ja eigentlich schon lange so vor, aber irgendwie habe ich es einfach vergessen.
      Ich will es mal versuchen.

      Liebe Grüße, Yvi

  2. Liebe Yvi,
    erstmal alles Gute zum Geburtstag! Es tut mir so leid, dass es Dir so schlecht geht. Ich drück Dich mal ganz fest. Auch ich bin in einer ähnlichen Situation, aber wie Myna schon schreibt, empfindet jeder anders. Durch Corona und meinen Sturz, wo ich mir einen Wirbeleinbruch und einen eingerissenen Wirbel zugezogen habe – genau in der Lockdownzeit natürlich – bin ich zur Zeit an den Rollstuhl gebunden und kann das Haus selbstständig auch nicht verlassen. So wie ich viele Dinge alleine nicht mehr machen kann.

    Trotzdem finde ich es total schlimm, dass es Dir so schlecht geht. Wir kennen uns ja von früher, wenn Du Dich erinnern kannst. Ich bin Ulli aus Ullis Büchercafé, wo übrigens auch ganz liebe Nachrichten auf Dich warten.

    https://www.ullis-buechercafe.at/wbb2/forum/index.php?thread/12189-happy-birthday-yvi/#post96445

    Wir haben Dich nicht vergessen und all das was Du für unser Forum getan hast. Die wunderschönen Hintergründe, die so viel Licht und Freude ausstrahlen. Ich finde es total schade, dass Du keine Grafiken mehr machst. Du hast das so toll gemacht und auch, dass Du nicht mehr schreibst. Ich habe alles von Dir gelesen und war total begeistert von Deinen Geschichten.

    Es tut mir so leid, dass Du in so ein tiefes Loch gefallen bist und niemand bei Dir ist, der Dich aufrichten kann oder will. Du kannst Dich natürlich immer an mich oder auch an unser Forum wenden. Du bist nicht allein, Yvi. Besonders leid, tut es mir wegen Deiner Tochter, denn so schlecht es mir auch gehen mag, meine beiden Mädels sind immer auf meiner Seite und unterstützen mich. Ohne die beiden wäre ich nicht mehr hier, hätte ich das alles nicht ertragen. Vielleicht gibt es doch einen Weg zu Deiner Tochter zurück. Ich würde es Dir von ganzem Herzen wünschen.

    Was ich Dir noch zum Geburtstag wünsche? Ich wünsche Dir Zeit…

    Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
    Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
    Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
    und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

    Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
    nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
    Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
    sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

    Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
    Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
    als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
    anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

    Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
    und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
    Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
    Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

    Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
    jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
    Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
    Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

    Vielleicht kennst Du dieses Gedicht? Ich finde es sehr schön, ich kann mich daran immer wieder aufrichten, wie natürlich auch an anderen Dingen: Leuchtende Farben, ein Sonnenuntergang vor meinem Fenster, die ersten Sonnenstrahlen am Morgen….

    Liebe Yvi, ich wünsche Dir nochmals alles alles Gute und bitte bitte versuche zum Arzt zu gehen und eine Therapie zu machen, sobald es Dir möglich ist.

    Ganz liebe Grüße aus Wien
    Ulli

    1. Hey Ulli,
      vielen Dank für deinen Kommentar und schön von dir zu lesen. Ist ja lange her, wie gehts dir?

      Hach ja, das mit den Grafiken fürs Forum. Ich hatte da irgendwann einfach keine Muse mehr zu und es wurde immer so viel geklaut. Manchmal dachte ich schon drüber nach, wieder mal was zu tun, aber mittlerweile habe ich leider auch kein Programm mehr dafür und bin da auch total raus. 🙁
      Schreiben tue ich schon noch, aber durch die ständigen Rückschläge komme ich kaum voran. Momentan sitze ich an einen Gemeinschaftsprojekt mit einer anderen Autorin und es ist auch schon in der Überarbeitung. Was eigenes habe ich auch angefangen, aber da brauche ich leider echt Zeit. Das ist auch so ein Ding, was mich stört, denn ich vermisse die Zeit sehr, in der das noch so gut funktionierte.

      Ich war ja auf Wartelisten für Therapeuten, aber da kam nie etwas. zZ denke ich auch, dass ein normaler Psychologe auch nichts bringen kann, da ich es nicht garantieren kann, jedes Mal in den Bus zu steigen und hin zu fahren. Das kommt immer auf meinen Tageszustand an.
      Ich würde sofort in eine Klinik gehen! Aber ich habe keinen Arzt, der mir eine Einweisung gibt. Und auch, wenn ich diese habe, weiß ich überhaupt nicht, wie ich zur Klinik kommen soll.
      LG, Yvi

      1. Hallo Yvi,
        ja es ist lange her. Schade, dass wir uns dann so aus den Augen verloren haben. Ich kann schon verstehen, dass es keinen Spaß mehr gemacht hat, Grafiken zu erstellen und dann festzustellen, dass diese geklaut werden. Ich finde es trotzdem schade, dass Du das nicht mehr machst. Denn Deine Forumshintergründe waren wirklich toll. Da diese bei der neuen Forumsversion nicht mehr zum Verwenden sind, hätte ich bzw. hätten wir alle uns im Forum wohl sehr gewünscht, Du hättest Deine Grafikseite noch und könntest uns da weiterhelfen. Wir suchen schon so lange, aber so schöne wie die von Dir habe ich keine mehr gefunden.

        Vielleicht sagst Du mir/uns bescheid, wenn das Gemeinschaftsprojekt fertig geworden ist, so dass wir es lesen können, das wäre lieb von Dir. Nun, dass Du Zeit brauchst um zu schreiben kann ich gut verstehen. Ich kann so etwas leider überhaupt nicht… und bewundere jeden der es schafft so tolle Geschichten zu schreiben! Hut ab, denn Deine Stories haben mir und auch anderen, das weiß ich, sehr gut gefallen und wir freuen uns alle schon auf die nächste….

        Ich verstehe schon, dass Du denkst, dass ein normaler Psychologe nichts bringt, aber vielleicht wäre es ein erster Schritt…. dem dann weitere folgen könnten. Betreffend Klinik habe ich in einem anderen Kommentar schon etwas geschrieben.

        So nun muss ich kochen gehen. Das ist zur Zeit gar nicht so einfach. Seit meinem Sturz gehe ich im Haus auf Krücken und sitze beim Kochen in einem Schreibtischsessel mit dem ich dann in der Küche herumfahren kann. Nachdem unsere Putzfrau am Freitag wieder alles umgeräumt hat, ist es etwas kompliziert für mich, denn normalerweise stehen die Sachen, die ich benötige in meiner Reichweite, also in Schubladen oder Kästchen, die ich aus dem Sessel erreich kann, nicht aber nach der Putzfrau. Da ist es manchmal zum aus der Haut fahren, wenn die Pfanne dann in einem Oberschrank ist, wo ich nicht hinkommen. Dann muss ich warten bis mein Lebensgefährte Zeit hat und herunter kommt und mir die Pfanne gibt.

        Mal sehen, was ich heute wieder alles suchen werde….

        Liebe Grüße
        Ulli

        1. Danke schön, es freut mich, dass euch meine Sachen so gefallen haben. Aber auch wenn ich wollte, all meine Grafiken sind weg. Mir ist vor einiger Zeit meine Festplatte abgestürzt und es war nichts mehr zu retten. (Sogar Buchcover & Manuskripte waren dabei). Außerdem habe ich auch kein geeignetes Programm mehr. Das, welches ich zZ benutze, kannst eigentlich in die Tonne hauen …

          Das wird bestimmt irgendwann nächstes Jahr sein. Meine „Kollegin“ hat mir heute angeboten, die Bearbeitung im Dezember zu übernehmen, da sie weiß, wie es gerade um mich steht. Bis da dann auch das Lektorat und alles durch ist, das wird noch ein bisschen Zeit kosten.
          Aber ich werde auf jeden Fall berichten. 🙂

          Nein, du verstehst das falsch. Ich meine das anders mit nichts bringen. 🙂
          Ich stand hier schon öfters auf Wartelisten. In Marl gibt es keinen einzigen freien Psychologen. Bei manchen war ich auch schon, aber die waren nichts für mich. Ich müsste also einen nehmen, zu dem ich eine längere Fahrt in Kauf nehmen müsste und das KANN ich nicht. Es bringt nichts, wenn ich da einen Termin vereinbare und dann letztendlich nicht komme, weil ich nicht in den Bus kann.
          Ich sollte schon Hilfe bekommen, quasi eine Art „Betreuerin“. Diese hätte mir bei sämtlichen Arzt & Amt Gängen geholfen und mit mir auch einen Antrag auf Reha gemacht. Aber die wollen eine ärztliche Bestätigung, dass ich psychisch krank bin. Mein Mann wollte dies bei meiner Neurologin abholen, aber die händigen das nicht aus, weil ich selber kommen muss. 45 Minuten Bus. Kann ich nicht. Und ich habe es versucht! Pech. Dann ist mir meine Gesundheit nicht wichtig genug. So einfach ist das. Leider. Aber das ist nun mal Deutschland.

          Oh je, dann drücke ich dir die Daumen, dass du nicht zu viel suchen musstest. Der Putzfrau würde ich ja geben …

  3. Hallo Yvi,
    heute habe ich schon einiges an meinen Bücherlisten im Forum gemacht und jetzt brauche eindeutig Pause. Da dachte ich, die nütze ich, um Dir zu schreiben. Heute am Nachmittag bin ich nämlich mit meiner Tochter unterwegs. Ich bekomme neue Kompressionsstrümpfe und hoffe sehr, dass diese passen werden, denn ich habe da schon einiges erlebt. Da wird man vermessen und dann passt der Strumpf erst nicht, weil das Personal die falsche Daten aufschreibt oder weitergibt oder so etwas in der Art. Da es mir zur Zeit nicht möglich ist, alleine in die nächste Stadt zu fahren, bin ich da meistens auf meine ältere Tochter angewiesen. Heute arbeitet sie nur bis 14.00 Uhr, da ist es möglich, dass sie mich nach der Arbeit fährt. Mir ist das immer sehr unangenehm, aber ich schaffe es zur Zeit körperlich nicht, selbst Auto zu fahren, da ich noch immer auf den Rollstuhl angewiesen bin.
    Oh, das ist schlimm, wenn die Festplatte abstürzt, hatte ich auch schon, seither mache ich von den wichtigen Sachen immer Sicherheitskopien auf eine externe Festplatte. Auch für das Forum legt Roland – ist unser technischer Admin – immer Sicherheitskopien an. Da wir einmal schon von vorne beginnen mussten und alles weg war. Es tut mir leid, dass vor allem Deine Buchcover und Manuskripte weg waren, das ist echt böse, konntest Du diese denn wiederbekommen?
    Ja, wir suchen zwar schon die ganze Zeit nach etwas Neuen, aber das meiste gefällt uns nicht oder ist extrem teuer. Ich finde es immer noch total schade, dass wir Deine Sachen nicht mehr verwenden können. Roland hat da zwar selbst etwas angelegt, aber er ist eben kein Grafiker und das merkt man. Wir haben aber leider auch kein Programm dafür. Aber selbst wenn, wir können das so wie so nicht. Ich finde auch Deine Block sehr schön, diese zarten Bilder, die Du immer wieder zwischendurch einfügst, sehen wunderschön aus.
    Wow, das ist ja toll, dass Deine Kollegin, die Überarbeitung übernehmen will. Ich freue mich für Dich, dass dieses Projekt so toll vorangeht und bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht, also vergiß uns nicht und berichte uns auch von den Fortschritten. Schon klar, so etwas geht sicherlich nicht von heute auf morgen. Aber es ist doch schön zu beobachten, wann immer wieder Fortschritte gemacht werden und sie sich das alles entwickelt. Ich bin neugierig, in welches Genre fällt denn Eure Geschichte?
    OK, ich verstehe, alles klar bezüglich des Psychologen. Das ist allerdings nicht toll, dass dies so kompliziert ist. Aber ich kann gut nachvollziehen, wie es ist, wenn man selbständig nicht einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann. Jetzt da ich einen Rollstuhl brauche, merke ich erst, wie schwer es für einen Behinderten ist, von einem Ort zum anderen zu kommen, vor allem wenn man dann auch noch auf andere Leute angewiesen ist. Mir ist das immer total unangenehm, zu fragen, ob jemand Zeit hat, mich da oder dort hinzubringen. Außerdem ist unsere Umgebung alles andere als behindertengerecht bzw. barrierefrei. Da wird in der Öffentlichkeit und vor allem auch in der Politik immer von Barrierefreiheit gesprochen, aber die Realität sieht da ganz anders aus.
    Jetzt durch das Coronavirus ist alles noch viel schlimmer geworden, zumindest bei uns in Österreich. Normalerweise wäre ich nach meinem Sturz in eine orthopädische Ambulanz gefahren, gibt sogar eine sehr gute, gar nicht weit weg. Aber zur Zeit ist diese geschlossen und nur für Notfälle geöffnet. Man hat mich gefragt, ob ich Lähmungserscheinigungen habe, wenn nicht, könne man zur Zeit nichts für mich tun. Das wars also. Als ich dann versucht habe bei einem Orthopäden meiner Krankenkasse einen Termin zu bekommen, hieß es im Dezember gäbe es eine Möglichkeit, das war im Juli. Da hatte ich Schmerzen, was im Dezember sein würde, wusste ich doch zu diesem Zeitpunkt nicht. Also blieb mir gar nichts anders übrig, als privat einen Orthopäden aufzusuchen, der mit dann mitteilte, dass auch er nichts machen könne, außer einer Schmerztherapie. Eine Operation des Wirbeleinbruches würde zur Zeit nicht durchgeführt, nur wenn ich es privat zahlen würde. Das Problem daran ist, dass ich mir das unmöglich leisten kann. Also warte ich halt, bis es so verheilt, das kann bis zu einem Jahr dauern. Bis dahin bin ich allerdings auf den Rollstuhl angewiesen.. Nur im Haus schaffe ich es, mit den Krücken herumzugehen.
    Ich finde es eine Frechheit zu behaupten, dass Dir Deine Gesundheit nicht wichtig genug ist, das ist doch lächerlich. Gerade eine Neurologin müsste doch wissen, dass es für Dich unmöglich ist, zu ihr in die Ordination zu kommen. Sie kennt Dich doch, warum stellt sie das Rezept nicht einfach Deinem Mann aus. Jeden Tag hören wir von der Regierung, dass die medizinische Versorgung im Moment normal läuft und jeden Tag stelle ich immer wieder fest, egal ob in Österreich oder in Deutschland funktioniert es normal. Im Gegenteil es wird immer schlimmer, so länger die Pandemie andauert. Nun kommt für so jemanden wie mich noch hinzu, dass ich Risikopatientin bin. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, wie schwierig das alles ist. Ich habe seit Monaten außer Arztpraxen und Krankenhäusern nichts gesehen. Kontakt habe ich nur zu meinen beiden Töchtern und deren Lebensgefährten. Diese besuchen mich mit Maske. Mein Lebensgefährte macht Home-Office. Meine Tochter kauft ein und stellt die Lebensmittel vor die Türe. Soziale Kontakte sind somit seit dem Lockdown – der für mich immer noch läuft – auf ein Minimum beschränkt.
    Aber für Dich muss das ja alles noch viel schlimmer sein, diese Einschränkungen machen einfach einsam und man fühlt sich noch mehr alleingelassen. Das kann ich mir gut vorstellen.
    Och, ich finde es total schade, dass das mit der Betreuerin nichts geworden ist. Das wäre ja super für Dich und würde Dir sicherlich sehr viel weiterhelfen. Vielleicht solltest Du jetzt nochmals versuchen an das Attest zu kommen, da ja auch in Deutschland die Arztpraxen wieder eingeschränkt arbeiten, hast Du vielleicht Glück, und musst nicht in die Praxis, vielleicht mailen sie Dir das Attest sogar. Versuch es doch nochmal, den nein Versuch ist es wert, zu verlieren hast Du ja nichts. Ich halte Dir die Daumen, dass es vielleicht doch eine Möglichkeit für Dich gibt.
    Ach übrigens, wegen der Putzfrau hatte ich Glück. Meine große Tochter Manuela hat mir jemanden aus ihrer Firma vermittelt. Zita ist heute schon da und putzt. Sie kommt aus Ungarn, spricht allerdings nur gebrochen Deutsch, aber sie scheint sehr fleißig zu sein, vor allem spricht sie nicht so viel und macht nicht so viele Pausen. Sie fragt immer nach und scheint doch alles im Griff zu haben und sie ist schnell, aber gründlich. Was mir besonders aufgefallen ist, dass sie wenn sie aufwäscht, nachher trocken wischt. Manuela scheint ihr von meinem Sturz erzählt zu haben. Wenn das so bleibt, bin ich sehr zufrieden.
    So nun muss ich mich schön langsam fertig machen, umziehen usw. Bei mir dauert das alles relativ lange, da ich mich nicht so schnell bewegen kann. Ich hoffe, dass ich es dann heute am Abend schaffe, Deinen anderen Kommentar zu beantworten. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf diesen zu lesen.
    Bis später vielleicht!

    Liebe Grüße
    Ulli

    1. Huch, den hier habe ich ja voll übersehen oO
      Ja, ich habe die meisten Manuskripte retten können, nur das neuste nicht, aber das ist eh für nichts gewesen. Die Rechte liegen noch beim Verlag und na ja … lange Geschichte, die ich lieber nicht aufwühlen würde, sonst werde ich nur wieder sauer. 😀

      Warum könnt ihr die Grafiken denn nicht mehr verwenden? Habt ihr die neuere Foren Version oder warum?
      Hmm evtl könnte ich mal gucken, sobald ich wieder alles zusammen habe. Am Wochenende bekomme ich eine neue Festplatte und werde mir wieder Photoshop holen. Ich kann nur nichts großartiges versprechen. 😀

      Wir schreiben im Romance Bereich, aber ohne explizite Szenen. Das Buch beinhaltet auch das Thema Angst.
      Ich werde aber auf jeden Fall berichten, sobald es etwas neues gibt.

      Die Neurologin selbst ist nicht das Problem, das sind die Arzthelferinnen. Die sind immer total patzig und frech und lassen einen teilweise nicht zur Ärztin durch.
      Ich komme mit der Ärztin so super klar, aber ich muss halt auch hinkommen …
      Ne, die meinten, sie könnten mir keins ausstellen, weil ich so lange nicht da war. Bevor sie das machen, muss ich erst zur Ärztin. Und da habe ich momentan leider keine Möglichkeit hin zu kommen. Ich habe es wirklich versucht, aber es geht einfach nicht.

  4. Hey Yvi,
    bitte verzeih, wenn ich heute nicht auf Deine Beiträge eingehen kann, ich melde mich morgen wieder. Aber heute ist ein schwerer Tag für meine beiden Mädchen und für mich, denn heute vor vier Jahren ist der Vater meiner Kinder einen Monat vor seinem 60. Geburtstag an Krebs gestorben.
    Ich wünsche Dir und allen hier trotzdem einen schönen Tag.
    Liebe Grüße
    Ulli

    1. Oh je, das tut mir leid.
      Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute!

  5. Hey Yvi,

    dann will ich heute mal hier anfangen zu antworten. Heute war nicht so ganz mein Tag, mein Kreislauf war im Keller und ich war den ganzen Tag schwindelig und müde. Bin immer wieder eingeschlafen, obwohl ich die Nacht gut und lange geschlafen habe. Naja, der letzte Tag war nicht so ohne.

    Es ist für uns immer noch schlimm mit dem Verlust des Vaters meiner Kinder fertig zu werden. Meine große Tochter Manuela hat es am besten geschafft. Nun sind schon vier Jahre vergangen, seitdem er uns verlassen hat. Einerseits ist dieser Tag in weite Ferne gerückt und irgendwie nur noch unwirklich da und andererseits ist Martin mir zeitweise noch so nahe, als hätte er gestern noch vor mir gestanden.

    Als ich die letzten Tage in meinem Garten ein Foto von unserem herbstlichen Kirschbaum gemacht habe, musste ich wieder ganz viel an Martin denken, an die vielen Spaziergänge, die wir im Herbst oft zusammen gemacht haben.

    Manchmal denke ich, dass Trauern ist wie Ebbe und Flut. Und wir sind es, die in den Gezeiten schwimmen und sich mit ihnen arrangieren müssen, weil wir es sind, die noch am Leben sind. Auf diese Art lernte ich mit der Zeit, Martin loszulassen, ohne dabei Angst davor zu haben, dass ich ihn damit verliere.

    Langsam lässt nach vier Jahren auch die Verklärung nach, die im Moment seines Todes zuerst ganz automatisch eingesetzt hatte, und macht einem aufrichtigen Andenken Platz. Ich kann mich nun auch wieder an Streitigkeiten mit Martin erinnern, ohne in Tränen auszubrechen oder ein schlechtes Gewissen zu haben. Denn ich brauche mir nicht vorzumachen, alles zwischen uns sei perfekt gewesen, weil es das nie ist. Weil auch andere Beziehungen zu meinen Eltern, meinem Bruder, zu meinen beiden Kindern, Freunden oder zu Nico, meinem Lebensgefährten nicht perfekt sind, und trotzdem jede für sich einzigartig und wertvoll. Dafür habe ich begriffen, dass ich immer die Mutter seiner Kinder bleibe und er mein Freund, bis ans Ende meines Lebens, auch wenn er nicht mehr hier ist, nicht mehr so, wie wir es gewohnt waren. Das macht mir immer wieder Mut und daraus schöpfe ich neue Kraft und festen Willen jeden Tag wieder aufzustehen und weiter für meine Gesundheit zu kämpfen.

    Es stimmt, dass etwas von mir aufgehört hat zu existieren, in der Nacht als Martin gestorben ist. Da ist eine Wunde zurückgeblieben, die sich niemals richtig schließen wird. Und manchmal, wenn das Wetter umschlägt, ziept sie besonders. Doch gleich daneben ist auch etwas Neues entstanden. Eine Kraft, aus der Liebe, die er zurückgelassen hat. Und das Wissen darum, dass zwar nicht alles gut wird, es aber immer weiter geht, wenn man sich nur traut.
    Meine jüngere Tochter Daniela meinte gestern bei unserem Gespräch über ihren Vater, dass sie mittlerweile auch mehr und mehr positiv an den Papa zurück denken könnte und sich seine kindliche Art und seinen Humor vor Augen halte und davon auch ein Stück behalten möchte.

    So entschuldige, ich bin total abgeschweift, aber jetzt zu Deinem Posting:
    Schon klar, verstehe, wegen des letzten Manuskriptes, nein, vergiss es, ist im Moment auch gar nicht wichtig.

    Ja, wir haben schon etwa ein Jahr die neue Forenversion und da funktionieren die Grafiken nicht mehr, man müsste sie anpassen, aber leider können wir alle drei also Roland unser technischer Admin, Sabrina (Denna) und ich nicht so wirklich mit Grafiken umgehen. Roland hat versucht die Herbstgrafik anzupassen, aber naja, was dabei heraus gekommen ist, willst Du wahrscheinlich lieber nicht sehen.

    WOW, das wäre ja total super, wenn Du das machen würdest. Fühl Dich mal ganz fest gedrückt. Ich freue mich soooooooo. Du musst gar nichts versprechen, aber das wäre einfach wunderbar. Du bist ein Schatz.

    Das Buchprojekt mit Deiner Kollegin klingt aber interessant, ich bin gespannt auf Neuigkeiten.

    Tja, die Arzthelferinnen können ein großes Problem sein, das habe ich auch immer wieder einmal erlebt. Aber in diesem Fall finde ich es besonders schlimm, gerade bei so einer Fachärztin ist es doch wichtig und besonders jetzt in dieser Zeit, dass man auch mal telefonisch mit ihr Kontakt aufnehmen kann. Kommt die Ärztin nicht auch zu Dir nach Hause? Vielleicht ausnahmsweise? Wegen Corona? Vielleicht kann Dein Mann da mal nachfragen… Einen Versuch scheint es mir wert zu sein.

    Ich kann immer noch nicht glauben, dass Du Dir unsere Hintergründe ansehen willst, bin total happy deswegen….

    Einen schönen Abend wünscht Dir
    Ulli

  6. Hallo Yvi,
    ich hoffe, es geht Dir einigermaßen gut und ich habe Dich nicht allzu sehr bedrängt oder irgend etwas falsch gemacht.
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall, einen schönen Sonntag Abend.
    Liebe Grüße
    Ulli

    1. Hey Ulli,
      ja alles gut keine Sorge. Ich habe momentan nur einfach viel um die Ohren, sorry, dass ich noch nicht auf alle Kommentare geantwortet habe.
      LG und auch dir einen schönen Abend,
      Yvi

  7. Hey Yvi, kein Problem, lass Dir einfach Zeit.
    LG und eine schöne Woche
    wünscht Dir
    Ulli

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