Silent Beauty #rezension

Titel: Silent Beauty

Autor: Ella Green

Verlag: –

ASIN: B01LXYQ4FT

Seitenanzahl: 212 Seiten

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Inhalt (Quelle: Amazon)

Margaret „Maggie“ Smith wurde seit ihrer Kindheit von ihrer Mutter dazu gedrillt, eine Karriere als Model anzustreben. Kein Casting und kein Schönheitswettbewerb wurde ausgelassen. Jahre später ist Maggie ein gefragtes Topmodel, doch der Druck ihrer Mutter lässt nicht nach. Die junge Amerikanerin hat Angst, ihre Mutter zu enttäuschen und zu versagen. Wenn diese Empfindungen zu viel werden, dann fügt sich das Model selbst Schmerzen zu. Als Mason Hedges in ihr Leben tritt, versucht sie ihre Gefühle ihm gegenüber zu unterdrücken, denn ihre Mutter würde keinen Mann in Maggies Leben dulden. Ein tragischer Unfall lässt ihre Welt aus den Fugen geraten und alles ändert sich ….

Idee gefällt mir sehr gut, aber leider sehr klischeehaft

[Achtung: Spoilergefahr!]

Schon als Kind musste Maggie eine harte Zeit erleben, denn ihre Mutter zerrte sie von Wettbewerb zu Wettbewerb, denn diese wollte unbedingt erreichen, dass ihre Tochter ein Supermodel wird. Schon in jungen Jahren fand Maggie wenig Liebe und Zuneigung und driftete so in ein kaltes und hartes Leben ab.
Bis sie schließlich ein gefragtes Model ist und von Termin zu Termin reist. Sie lebt in einer Welt, in der es nichts anderes für sie geben darf.

Die Idee der Geschichte gefällt mir wirklich sehr gut, aber ich bin der Meinung, dass man hier viel mehr hätte rausholen können. Schon am Anfang des Buches hat sich mir der Magen gedreht, als ich las, sie ritzte sich und ab dann war sie Borderliner.
Vorweg: Nur, weil man ritzt, ist man noch kein Borderliner, denn diese furchtbare Krankheit wird von einem Arzt diagnostiziert. Borderline bringt außerdem noch viel, viel mehr mit, außer der Selbstverletzung. Was ich sehr, sehr schade finde, ist, dass hiermit dieses typische Klischeedenken von Borderline unterstrichen wird. Borderliner = ritzen. Ritzen = Borderline.
Da Maggie ja so sehr von ihrer Mutter kontrolliert wird, müsste sie es eigentlich wissen. Denn wo bleibt die Therapie, in der dies erst mal bestätigt wird?
Dass Borderliner einen enormen Druck verspüren und damit nicht umgehen können, ist richtig, aber ich finde, gerade an diesen Stellen hätte man vieeel mehr rausholen können. Was FÜHLT Maggie? Es tut mir sehr leid, aber bei mir kam absolut nichts an.
Borderline bedeutet viel mehr, als sich nur zu verletzten.

Ansonsten muss ich sagen, dass mir dieses Buch schon gefallen hat, abgesehen von der besagten Sache. Außerdem bin ich mit dem Ende neugierig geworden und überlege, den zweiten Teil auch zu lesen. Vielleicht werde ich ja noch positiv überrascht?

Das Cover gefällt mir sehr gut. Immerhin bin ich dadurch auch auf das Buch aufmerksam geworden. Es passt sehr gut zur Geschichte.
Der Schreibstil war einfach (was mir gefällt), allerdings bin ich öfters über diverse Tippfehler oder fehlende Wörter gestolpert. Das war jetzt aber nicht so dramatisch, so dass es meine Bewertung beeinflussen könnte.

Fazit: Im Großen und Ganzen ein tolles Buch, allerdings mit ziemliche Logikfehler. Wen das nicht stört, der sollte dieses Buch lesen.

Und was sagst du dazu?