Short Stories #12 Traditionen

Ich war wirklich gespannt, was uns diesmal bei Bine & Andrea als Thema erwartet, wenn es wieder Short Stories heißt! Als ich dann auf was eigenes geguckt habe, dachte ich nur „Wow, ich glaube ich werde verrückt!“ Sie haben meine inneren Wünsche gehört und werden diese tolle Aktion im neuen Jahr weiter führen! Ich freue mich riesig darüber, denn das hier ist bisher eine meiner liebsten Blogparaden, bei der ich mitgemacht habe! Ein ganz großes Dankeschön hierfür und eure tollen Ideen!

So, nun genug davon und wir kommen zum Thema.

tradition

Habt Ihr welche? Was darf im Dezember auf gar keinen Fall fehlen, ausfallen, anders sein? Erzählt mal!

Na klar haben wir welche! Der Dezember ist sogar der einzige Monat, in dem wir eine ganz bestimmte Pärchen Tradition haben und wirklich immer versuchen, daran fest zu halten.

Wie ich ja bereits in meinem letzten Blogpost im Wochenrückblick gepostet habe, wir waren in Essen auf den Lichterwochen. Das ist für uns total wichtig. Wir planen diesen Ausflug meistens schon im Oktober, da es für uns sehr schwierig ist, das kleine Monster mal zu einer Oma zu kriegen und wie viele meiner Leser wissen, wir unternehmen als Pärchen schon sehr wenig. Das hier ist ein Muss. Seit nun vier oder fünf Jahren sind wir jedes Jahr dort, aber einfach nur hinfahren reicht nicht. Wir haben sogar einen ziemlich genauen Ablauf.

Wir fahren gegen Mittag mit dem Zug los und stürzen uns dort meistens erst mal auf eine Fressbude. Da vorne direkt der Pole steht, gibt es für uns auch immer sofort Bigos. Anschließend schlendern wir einfach drauf los, gucken hier und gucken da und futtern und trinken Glühwein. Meist wird das Ganze noch mal mit einem Besuch im Primark verbunden, denn eine meiner eigenen Traditionen ist es – ich fahre ohne Schal los, friere und muss mir also einen kaufen. Natürlich werden auch viele Fotos geschossen und ganz wichtig ist immer das große Riesenrad.

Dann treffen wir eigentlich auch immer auf irgendwelche Straßenmusiker und wenn mir das gefällt, dann bleibe ich auch gerne dort so lange stehen, bis sie leider wieder abziehen müssen. Dies Jahr stand ich sogar da und hab geweint, weil es einfach so rührend und schön war. Ich glaube an dem Typen werde ich mich ewig erinnern.

Wenn wir dann irgendwann unsere Füße nicht mehr spüren und genug durchgefroren sind, fahren wir sogar meist freiwillig mit dem Bus nach Hause. Das dauert wohl bestimmt zwei Stunden aber es ist einfach viel schöner, als mit der S-Bahn zu fahren. Leider fiel das dies Jahr aus, wir blieben etwas länger und der letzte Bus fuhr uns vor der Nase weg.

Und was sagst du dazu?