Phobie #rezension

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Titel: Phobie

Autor: Jens Lossau

Verlag: dp Digital Publishers

ASIN: B00OXPEQW6

Seitenanzahl: 218 Seiten

Kaufen: Amazon

Inhalt (Quelle: Lovelybooks)

Hannah Olin ist dreizehn Jahre alt. Vor einem Jahr hat sie ihre Mutter verloren. Keiner kann ihr über den Verlust hinweghelfen. Bis zu dem Tag, an dem sie Tom auf dem neben ihrem Elternhaus gelegenen Friedhof kennenlernt. Tom ist ein Außenseiter. Er hat Phobien und versucht diese durch das Ausleben des Extremen zu besiegen. Hannah ist fasziniert von Tom und seinen Geheimnissen. Eines Tages geschieht ein Mord an der Schule. Tom scheint unerreichbar. Hannah beginnt zu zweifeln. Hat sie sich in Tom geirrt?

Mal etwas ganz anderes und durchaus interessant …. und spannend

Ich bin etwas unsicher, wie ich die Sterne vergeben soll, denn ich stehe so irgendwie zwischen 3 und 4. Warum ich aber dann doch 4 Sterne vergeben möchte, verrate ich zum Schluss.

Fangen wir mal vorne an. Wir lesen hier von Hannah. Also Hannah schreibt in ihrem Tagebuch, das sie das Angstbuch tauft. Warum das so ist, erfahren wir natürlich auch. Sie hat auf dem naheliegenden Friedhof Tom kennengelernt, der … na ja, etwas merkwürdig ist. Trotzdem freunden sie sich an und verstehen sich auf ihre eigene Art super. Beide sind von Ängsten umgeben und Tom hat dann da diese Phobienliste, worauf sie gemeinsam diese Ängste „besiegen“ wollen.
Hannah und Tom sind beide nicht besonders beliebt in der Schule. Sie wird u.a. Flygirl genannt, da sie ständig die Fliegermütze / brille ihrer verstorbenen Mutter trägt und sich auch sonst anders verhält.
Nach und nach passieren dann schreckliche und auch unheimliche Dinge, die ebenfalls aufgeklärt werden.

Na gut. So viel dazu. Ehrlich gesagt hatte ich gewisse Startschwierigkeiten mit dem Buch. Nicht wegen dem Thema (ganz im Gegenteil – mich interessierte das unheimlich und immerhin wurde mir das Buch empfohlen), aber es war einfach wirr und merkwürdig. Ich wurde einfach nicht damit warm und kann das leider auch nicht genau erklären. Also las ich dann so vor mir hin und war auch nicht traurig drum, wenn ich das Kapitel grad nicht zu Ende lesen konnte (welche für meinen Geschmack eh arg lang waren).
So ca. ab 2/3 des Buches packte es mich dann aber endlich. Ich meine das war der Moment am Weiher? Bin mir grad nicht ganz sicher. Als dann die Polizei zum zweiten Mal kam (will grad nicht verraten, warum genau, wegen Spoiler und so), wollte ich natürlich unbedingt wissen, was da los ist. Vor allem, als dann auch noch die Briefe kamen, begann ich mit Hannah zu hoffen.
Doch dann war das Buch schon zu Ende.
Ich habe gesehen, dass es wohl noch einen 2. Teil vom Buch gibt, jedoch reizt mich dieser leider nicht. Ich sehe das jetzt einfach mal für mich persönlich als abgeschlossen.

Wo liegt mein Problem mit den Sternen:
Na ja ich sag mal so, ich fand die Geschichte toll, aber sie hat mich halt nicht weggehauen und irgendwie weiß ich auch nicht so ganz, in welches Genre man das stecken könnte. Thriller? Nee. Horror? Gar nicht. Krimi? Nein. Vielleicht ein Gruselroman. :)
Aber das ist nicht das Problem und ich merke, dass ich vom Thema abkomme. Wahrscheinlich hätte mir das Buch weitaus besser gefallen, wenn da mehr Emotionen, mehr Tiefe, … gesteckt hätte. Obwohl da manch traurige Szenen vorkamen, weckte das in mir keine Emotionen.
Ich konnte mir die Figuren in gewisser Weise wohl gut vorstellen, aber auch nur am Rande. Ich hätte unheimlich gerne mehr erfahren. Was mich aber auch störte, dafür dass Hannah 13 Jahre alt ist und sich in ganz vielen Momenten auch wirklich so benimmt (was vollkommen okay ist), kommt sie mir an anderen Stellen wieder sehr reif vor. Besonders zum Schluss. Also entweder hat sie innerhalb von sehr kurzer Zeit eine wahnsinns Entwicklung erlebt, oder aber ich bin einfach selbst verwirrt und hab mir das alles eingebildet.
Und dann gab es mir immerhin ewig das Gefühl, sich zu ziehen. Anfangs langweilig.
Auch der Schreibstil hatte etwas eigenes. Er war nicht schlecht, aber er stockte irgendwie so. Sorry, war nicht meins.
Hätte es mich später dann nicht so gepackt und unheimlich neugierig gemacht, hätte das Buch tatsächlich nur 3 Sterne bekommen.
Außerdem fand ich es sehr gut, dass wirklich all die verwirrenden Geheimnisse und Fakten / Fragen aufgeklärt wurden. Es bleibt also nichts offen.

4 owl

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