Demut

Puh … Da hat Bine uns ja mal was aufgetischt. In ihrem aktuellen Thema der Schreibzeit handelt es sich nämlich um Demut … Ach du scheiße, dachte ich nur und war am überlegen, diesen Monat einfach mal auszusetzen.

Aber der Begriff hat mich dann nicht so recht losgelassen und ich wollte mich der Aufgabe stellen.

demutWie dann wahrscheinlich die meisten habe ich mich erst mal durch die anderen Beiträge geklickt, denn auch wenn Bine dazu sehr anregende Erkärungen geschrieben hat, wurde ich mein Fragezeichen über dem Kopf nicht los.

Hmm und nun? Demut ist ja immer so eine Sache. Ich glaube mit Demut kann man viel mehr verbinden, als man wirklich denkt.

Google mal nach dem Wort: Demut

die Bereitschaft, etwas als Gegebenheit hinzunehmen, nicht darüber zu klagen und sich selbst als eher unwichtig zu betrachten

Synonyme zu Demut

Ergebenheit, Hingabe, Opferbereitschaft; (gehoben) Ergebung; (bildungssprachlich) Devotion; (veraltet) Humilität

Können wir aber immer noch nichts mit anfangen, oder doch? Ergebenheit, hmm ja … aber wie fasst man das nun in Worte und bringt es auch noch am Besten klar und verständlich rüber?

Man ergibt sich, man erkennt einen Fehler, man wird gedemütigt? Gedemütigt werden und Demut erkennen, sind aber zwei verschiedene paar Schuhe.

Bine hat dazu was ganz tolle geschrieben, was ich mal zitieren möchte.

Jeder empfindet Demut bestimmt anders. Der eine verbindet es mit Dankbarkeit, der andere mit Erniedrigung. Wieder andere verbinden sie mit Schwäche oder vielleicht mit Gelassenheit. Ich finde nicht, dass man sich erniedrigt, wenn man dankbar ist oder Schwäche zeigt.

Und nun gebe ich mal meinen Senf dazu ab. Jeder Mensch hat schwache Momente, aber die wenigsten können das wirklich eingestehen und erkennen. Ich glaube, wenn man wirklich erkennt, dass man mal etwas nicht kann, wie man es gerne möchte, dann ist das viel mehr Stärke, als sie sich vielleicht in diesen Moment denken.

Man ergibt sich vor sich selber, man gesteht sich etwas ein. Jeder Mensch möchte stark sein, er möchte etwas erreichen und lächelnd mit erhobenen Kopf durch die Straßen laufen. Man erkennt ihn als selbstbewusst und stark, aber innerlich kann es ganz anders aussehen. Man ist schwach, zeigt es aber nicht. Wie soll man das gelassen sehen? Kann man es gelassen sehen, wenn man weiß, dass man etwas nicht schafft und andere mit den Finger auf einen zeigen? Nein.

Man erkennt es und sieht es ein. Es gibt immer jemanden, der besser ist. Wir sind keine geborenen Götter, aber Krieger und Krieger kämpfen.

Aber eins ist so oder so klar … Demut tut weh und Schmerz tut niemanden gut, zumindest nicht am Anfang. Sobald man dies aber erkennt und weiß, wie man damit umgehen kann, kann das ein sehr befreiendes Gefühl sein und sich vermutlich sogar sehr gut anfühlen.

Auf freudeundmeditation.com habe ich was ganz tolles gefunden, was ich zum Schluss noch zitieren möchte.

Demut ist kein Zeichen von Feigheit. Seelenvolle Demut ist vielmehr eine Form göttlicher Kraft. Demut ist die Stärke der Seele. Was wir im Himmel “Demut” nennen, nennen wir auf der Erde “Stärke”. Wenn sich die Kraft der Seele offenbart, tut sie es durch Demut.

kraft

Und was sagst du dazu?